Libanon: Israels Offensive und die Machtlosigkeit der libanesischen Regierung | ABC-Z

Im Libanon herrscht Sorge vor der wohl größten Bodenoffensive Israels seit 20 Jahren. Das US-amerikanische Nachrichtenportal Axios berichtet, dass Israel wohl das gesamte Gebiet südlich des
Litani-Flusses einnehmen will. Axios bezieht sich dabei auf israelische
und US-Kreise. Bereits am Wochenende hatte die Times of Israel
von Einsätzen israelischer Bodentruppen im Südlibanon berichtet. Dabei
seien zahlreiche Menschen getötet worden, die nach israelischen Angaben
der irantreuen Miliz Hisbollah angehört hätten, das israelische Verteidigungsministerium bestätigte dies. Nach
Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den
israelischen Angriffen auf den Libanon seit Beginn der Beteiligung der Hisbollah am Irankrieg bereits 886 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere
verletzt. Außerdem seien mehr als eine Million Menschen seit dem
Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im
Libanon vertrieben worden. ZEIT-Autorin Stella Männer berichtet aus Beirut von der Lage im Land.
Die Kolonialgeschichte Deutschlands wirkt bis heute nach, in Namibia gehört ein Großteil des Landes den Nachfahren deutschstämmiger Siedler. In der ehemaligen Kolonie “Deutsch-Südwestafrika” beging Deutschland einen Völkermord, ab 1904 ermordeten deutsche Soldaten systematisch mehr als 65.000 Menschen aus dem Volk der Herero und 10.000 Nama. Sie wurden erschossen, in Konzentrationslager gesperrt oder in die Wüste getrieben. Bis heute ist vor allem sehr wasser- und ressourcenreiches Land in Namibia vorwiegend im Besitz weißer Farmer. Viele Herero leben dahingegen in Armut. Zu ihrer eigenen Familiengeschichte in Namibia und der Frage, wie ihre Verwandten dort an ihren Besitz gekommen sind, hat die ZEIT-Autorin Luise Land recherchiert.
Und sonst so? Berlinerisch stirbt aus – zumindest in Berlin.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems
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