Tankstellenräuber springt in München auf Flucht vor Polizei von Balkon | ABC-Z

Zwei Männer aus München sind am Montagmorgen mit einem Überfall auf die Shell-Tankstelle am Innsbrucker Ring kläglich gescheitert. Beide wurden nur Stunden nach der Tat von der Polizei festgenommen.
Schlecht geplanter Überfall
Die beiden in München lebenden Griechen fuhren mit einem Motorrad zu der Tankstelle. Der eine Täter ging maskiert mit seinem Motorradhelm gegen 8 Uhr in den Verkaufsraum. Mit einem Messer bedrohte er die Kassiererin (27) und forderte von ihr Bargeld. Die Angestellte gab ihm rund 500 Euro. Der Täter rannte anschließend zu seinem Komplizen, der draußen auf dem Tankstellengelände auf dem Motorrad wartete. Was die beiden Männer nicht bedacht hatten: Zapfsäulen an Tankstellen werden gewöhnlich von Videokameras überwacht, um Spritdiebstähle zu dokumentieren. Eine der Kameras hatte das Kennzeichen der Maschine erfasst.
Festnahme nur Stunden nach der Tat
Als die Räuber verschwunden waren, alarmierte die Angestellte die Polizei. Die Beamten überprüften das Kennzeichen des Motorrades. Wenig später standen Polizisten vor der Wohnung des 43-Jährigen in Giesing. Sein Komplize (36) war ebenfalls anwesend, ebenso die Beute aus dem Überfall sowie die Tatkleidung. Der 43-Jährige sprang auf der Flucht vor der Polizei vom Balkon seiner Wohnung im zweiten Stock. Dabei verletzte er sich leicht, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Beide mutmaßlichen Täter wurden festgenommen.
Der 43-Jährige ist einschlägig polizeibekannt wegen Raubdelikten. Er hat auch bereits in Haft gesessen. Die Verdächtigen wurden am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der muss entscheiden, ob die Männer in U-Haft kommen. Das Kommissariat 21 ermittelt gegen sie wegen bewaffneten Raubüberfalls.





















