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München: Polizei sperrt Friedenheimer Brücke – Bombenexperten im Einsatz – München | ABC-Z

Große Aufregung im morgendlichen Berufsverkehr in München: Wegen eines „verdächtigen Gegenstands“ sperrte die Polizei kurz nach 8 Uhr die wichtige Straßenverbindung, die über die Bahngleise hinweg die Stadtteile Laim und Neuhausen verbindet. „Wir sind mit zahlreichen Polizeikräften vor Ort“, teilte ein Polizeisprecher mit.

Darunter waren nach SZ-Informationen die Experten der Technischen Sondergruppe (TSG) des bayerischen Landeskriminalamts (LKA). Diese Spezialeinheit ist für die Entschärfung und Beseitigung von „unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen sowie sprengkräftiger Munition“ zuständig. „Ob ein verdächtiger Koffer oder Rucksack, eine nicht sichtbare Sprengfalle mit Stolperdraht oder der umfunktionierte Böller eines experimentierfreudigen Jugendlichen – die Einsatzszenarien können vielfältig sein“, heißt es zu einem Erklärvideo des LKA.

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Gegen 9 Uhr kam dann die Entwarnung. Gefahr habe nicht bestanden, die Brücke sei wieder freigegeben. Ermittlungen zu dem gefundenen Gegenstand gingen jedoch weiter. Im Laufe des Vormittags will sich die Polizei dazu äußern.

Möglicherweise war es also eine Bombenattrappe, die ein Busfahrer kurz vor 8 Uhr auf der Brücke entdeckt hatte. Es soll sich jedenfalls um einen bewusst deponierten Gegenstand gehandelt haben, nicht etwa um den vergessenen Koffer eines Reisenden.

Kurz nach 8 Uhr wurde die Brücke gesperrt, später jedoch wieder freigegeben. Florian Peljak

Am Samstag hatten Unbekannte zentnerschwere Betonplatten von einem Kabelschacht der Bahn auf Gleise im Münchner Westen gelegt und damit eine mit 200 Personen besetzte S-Bahn beinahe zum Entgleisen gebracht. Eine Woche zuvor war die TSG ebenfalls in München im Einsatz, als ein 24 Jahre alter Mann aus Jemen mit Steinen auf das israelische Generalkonsulat geworfen, mit einer angeblichen Bombe gedroht und seinen Rucksack in der Nähe deponiert hatte.

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