Krieg im Nahen Osten: Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab | ABC-Z

Die Formel 1 hat
wegen des Kriegs im Nahen Osten die für April geplanten Rennen in Bahrain und
Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden
die für den 12. und 19. April angesetzten Grand-Prix-Entscheidungen ersatzlos gestrichen.
Am Freitag hatten bereits die Sender Sky und RTL/ntv berichtet, dass die beiden
Rennen ausfallen würden.
Man sei
“nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der anhaltenden Lage im Nahen
Osten” zu der Entscheidung gekommen, dass die Grand Prix in Bahrain und
Saudi-Arabien im April nicht stattfinden werden, hieß es in einer Mitteilung.
Formel-1-Chef Stefano
Domenicali sprach von einer “schwierigen” Entscheidung, die
“angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt
leider die richtige” sei. Fia-Verbandspräsident Mohammed bin Sulayem betonte,
die “Sicherheit und das Wohlergehen unserer Community und unserer Kollegen”
stünden “stets an erste Stelle”.
Formel-1-Rennen fallen selten aus
Es ist das erste
Mal seit drei Jahren, dass die Veranstalter Formel-1-Rennen absagen. In der
Saison 2023 hatte der Große Preis der Emilia-Romagna im italienischen Imola
wegen schwerer Regenfälle nicht stattfinden können.
In Bahrain und
Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden
sollen. Der Rennkalender wird damit gekürzt und umfasst jetzt nur noch 22 statt
24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder
am 3. Mai in Miami. Noch im Februar fanden Testläufe von Formel-1-Rennfahrern auf
dem Bahrain International Circuit statt.
Zuletzt war 2011 ein Rennen in Bahrain abgesagt worden. Damals hatte es schwere politische Unruhen gegeben. Als dagegen im Jahr 2022 Huthi-Rebellen eine Raffinerie in der
Nähe der Rennstrecke im saudi-arabischen Dschidda beschossen, entschieden sich die Verantwortlichen zur Fortsetzung des Rennwochenendes.




















