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Ende einer Weltalter: Popp verlässt Wolfsburg und wechselt zum BVB – Sport | ABC-Z

Alexandra Popp fühlte sich direkt heimisch. Nachdem ihr Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund bekannt gegeben worden war, machte die beste deutsche Stürmerin der vergangenen zehn Jahre eine La Ola mit den jubelnden Fans auf der Südtribüne. Das Heimspiel der BVB-Männer gegen den FC Augsburg rückte kurzzeitig in den Hintergrund.

„Jetzt stehe ich hier und darf schwarz-gelb tragen. Etwas Größeres gibt es nicht“, rief Popp den Anhängern zu. Zuvor hatte die 34-Jährige ihren Abschied vom VfL Wolfsburg in einem Instagram-Video verkündet und beim BVB einen Dreijahresvertrag bis Juni 2029 unterschrieben. „Mein Herz schlägt für diesen Verein. Ich komme langsam Richtung Ende meiner Karriere und muss dabei auch auf meinen Körper hören. Ich wollte nicht den Zeitpunkt und die Chance verpassen, im BVB-Trikot aufzulaufen“, sagte Popp.

Die vergangenen 14 Jahre schlug ihr Herz für Wolfsburg. In ihrem Abschiedsvideo musste Popp mehrfach kräftig durchatmen, sie stieß einen tiefen Seufzer aus. Mit 20 war sie vom FCR Duisburg nach Wolfsburg gewechselt, 20 Titel holte sie seitdem mit und für den VfL, der ihr „eine Heimat“ geworden ist: sieben Meisterschaften waren es, elf Pokalsiege und zwei Triumphe in der Champions League. „Das waren unglaublich viele wahnsinnige Momente, die mein Leben sehr, sehr geprägt haben.“

Popp bedankte sich ausführlich bei ihren Kolleginnen („meine Mädels“), Trainern, Mitarbeiterinnen, sie sprach über lange Partynächte, rauschende Siege und bittere Enttäuschungen. Was sie zunächst nicht verriet: Wie es im Sommer für sie weitergehen wird.

Das übernahm dann wenige Stunden später ihr neuer Arbeitgeber. „Alexandra Popp ist eine der prägendsten Figuren im nationalen und internationalen Frauenfußball. Was für Erfolgsgeschichten sie mit einem Topklub wie dem VfL Wolfsburg und der deutschen Nationalmannschaft geschrieben hat, ist extrem beeindruckend“, sagte Carsten Cramer. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Alex für unseren ambitionierten Weg zu begeistern“, fügte der Sprecher der Geschäftsführung an.

Schon zuletzt hatte Popp mehrfach über ihren „Kindheitstraum“ von einem Wechsel zur Borussia gesprochen. Der BVB spielt derzeit noch in der drittklassigen Regionalliga West, strebt aber mit Macht und erheblichem finanziellen Einsatz in die Bundesliga.

Gerade erst haben die Dortmunder ihre Ambitionen mit der Verpflichtung des Erfolgsmanagers Ralf Kellermann unterstrichen. Er kommt im Sommer – aus Wolfsburg. Jetzt folgt auch Popp, sie ist seit jeher BVB-Fan, sie wurde im nahen Witten geboren.

Ihre Karriere in der Nationalmannschaft hatte die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro und dreimalige Fußballerin des Jahres bereits 2024 beendet. Vor ihrem Abschied beim VfL ist aber noch einiges zu tun: In der Champions League stehen die Wolfsburgerinnen im Viertelfinale gegen Olympique Lyon, im Pokal-Halbfinale müssen sie bei Carl Zeiss Jena ran – es könnte zum Kölner Traumfinale gegen den in der Liga enteilten FC Bayern kommen.

Alexandra Popp wünscht sich noch einige große Spiele vor möglichst vielen Zuschauern, wie sie betont. „Wir sehen uns in den Stadien“, sagt sie zum Abschluss ihres Abschiedsvideos: „Eure Poppi.“

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