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“Jahreszeit der Reformen”: Metall-Verband stellt Regierung Ultimatum für Reformen | ABC-Z

“Jahreszeit der Reformen”Metall-Verband stellt Regierung Ultimatum für Reformen

14.03.2026, 01:31 Uhr

Immer mehr Unternehmen straucheln derzeit – auch deutsche Weltkonzerne wie Volkwagen. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem ausgebliebenen Herbst der Reformen verliert die Industrie die Geduld – und kürzt Investitionen. Der Arbeitgeberverband der Metallindustrie warnt die Regierung vor einem Vertrauensverlust, sollte bis Jahresmitte kein “klares Reformsignal” kommen.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall macht Druck auf die Bundesregierung und fordert schnelle Reformen. “Wenn bis zum Sommer 2026 kein klares politisches Reformsignal kommt, wird das Vertrauen in die Regierung deutlich bröckeln”, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander der “Bild”-Zeitung. “Die Industrie leidet aktuell an vier Plagen: zu hohe Steuern und Sozialabgaben, Bürokratie und explodierenden Energiekosten. Diese vier Bremsklötze müssen sofort von der Politik angegangen werden.”

Er forderte unter anderem ein Vorziehen der Unternehmenssteuerreform sowie zumindest eine Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge. Zander warnte, die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie kürzten derzeit bereits ihre Investitionen. “Wir sind nicht mehr bereit, auf eine ferne ‘Jahreszeit der Reformen’ zu warten.”

Handwerkspräsident Jörg Dittrich mahnte, die Regierung müsse das Zeitfenster bis zu den Landtageswahlen im September in Ostdeutschland unbedingt nutzen und Reformen auf den Weg bringen. “Entscheidend ist, die Lohnzusatzkosten zu senken”, forderte er in der “Rheinischen Post”.

Friedrich Merz hatte der Wirtschaft angesichts wachsender Ungeduld erst vor rund einer Woche Tempo versprochen: “Ich teile die Befürchtungen, dass wir insbesondere durch die sehr hohen Arbeitskosten in Deutschland Arbeitsplätze verlieren”, räumte der Kanzler nach einem Treffen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft ein. Die schwarz-rote Bundesregierung hat Kommissionen zu Reformen wie etwa in der Gesundheits- und Rentenpolitik eingesetzt – bei der konkreten Ausgestaltung der Reformen droht ein Koalitionsstreit.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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