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Paralympische Spiele: Monoskifahrerin Anna-Lena Forster gewinnt Gold im Riesenslalom | ABC-Z

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat ihre zweite Goldmedaille bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina gewonnen. Fünf Tage nach ihrem Sieg in der Abfahrt setzte sich die 30-Jährige auch im Riesenslalom der sitzenden Startklasse durch. Nach zwei Läufen lag sie mit einer Gesamtzeit von 2:30,64 Minuten 1,28 Sekunden vor der Japanerin Momoka Muraoka und 4,15 Sekunden vor der drittplatzierten Chinesin Liu Sitong.

Für Forster ist es der insgesamt sechste Sieg bei Paralympischen Spielen und die erste paralympische Goldmedaille im Riesenslalom. Die deutsche
Fahnenträgerin hatte in Cortina d’Ampezzo bereits Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination geholt. Im Super-G war sie ausgeschieden.

“Ich wusste, dass ich voll fahren muss”

Sie sei “super happy”, sagte Forster. “Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen
habe. Ich bin so froh und stolz, dass es geklappt hat.” Schon nach dem ersten Lauf hatte sie in Führung gelegen. “Ich wusste, dass ich voll fahren muss. Ich habe Momoka vor mir gesehen.
Es blieb mir nichts anderes übrig, als noch einen rauszuhauen”, sagte sie in der ARD.

Vor ihrem Goldlauf hatte sich Forster in Geduld üben müssen. Erst wurde
der Start des zweiten Durchgangs wegen Präparierungsarbeiten an der
ramponierten Piste um zehn Minuten verschoben, dann war die
Radolfzellerin erst als Letzte der 47 Teilnehmerinnen in den drei
Startklassen dran. Doch im ersten Streckenabschnitt baute sie den
Vorsprung aus und brachte ihn im flacheren unteren
Teil sicher ins Ziel.

Am Sonntag hat Forster die Chance, eine dritte Goldmedaille nachzulegen. Dann steht der Slalom an, ihre Paradedisziplin. Sie werde sich deshalb bei der Feier im deutschen Haus “etwas zusammenreißen”, sagte sie.

Rothfuss “absolut zufrieden” mit viertem Platz

Andrea Rothfuss fuhr in der stehenden Klasse wie im Super-G auf den vierten Platz. Der 36-Jährigen aus Mitteltal fehlten 69
Hundertstel zu Bronze und ihrer 15. Medaille bei Winterspielen. Auf die
drittplatzierte Französin Aurelie Richard holte Rothfuss im zweiten Lauf
78 Hundertstel auf – doch es reichte nicht mehr. Für Rothfuss ist ihre
Leistung nach zweijähriger Pause wegen Depressionen dennoch ein riesiger
Erfolg.

“Ich bin absolut zufrieden. Hätte mir das einer vor einem halben Jahr
gesagt, hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt. Das war lange Zeit
einfach nur Wunschdenken”, sagte Rothfuss mit Tränen in den Augen in der
ARD. Dies zusammen mit der Familie zu erleben, sei “absolut grandios”
und mache sie “sprachlos”. Der Sieg ging abermals an die überragende
Schwedin Ebba Årsjö, die ihre dritte Goldmedaille in Cortina
einsammelte. Anna-Maria Rieder kam auf den siebten Platz (+9,64).

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