Punkterekord in der NBA: Der Mann, der 83 Punkte warf – in einem Spiel | ABC-Z

83 Punkte – allein die Zahl ist erstaunlich, fast unglaublich. 83 Punkte hat der Basketballer Bam Adebayo Dienstagnacht im Spiel gegen die
Washington Wizards gemacht. Nur einem Menschen gelangen jemals
mehr in einem NBA-Spiel: dem legendären Wilt Chamberlain, der im März 1962 mal 100 Punkte erzielte.
Bam Adebayo von den Miami Heat steht nun auf Platz zwei der ewigen Rekordliste. Er hat sich vorbeigeschoben an seinem Vorbild Kobe Bryant (81 Punkte). Wilt Chamberlain – Bam Adebayo – Kobe Bryant, so steht es nun in der Liste. Erwartet hat das niemand.
Die 83 Punkte sind schon für sich erstaunlich. Besonders erstaunlich ist aber, wem sie gelangen. Nicht Stephen Curry, dem besten Dreipunktewerfer. Nicht LeBron James, dem Mann mit den meisten Punkten in der NBA. Nicht Luka Dončić, der vor zwei Jahren in einem Spiel 73 Punkte erzielt hatte. Und auch nicht Nikola Jokić oder Shai Gilgeous-Alexander, den aktuell wohl besten Basketballern der Welt. Sondern Bam Adebayo.
Edrice Adebayo, der seinen Spitznamen wegen Bamm-Bamm Geröllheimer von den Flintstones hat, ist für die Miami Heat der wichtigste Spieler. Jedoch in erster Linie, weil er der Anker ihrer Defensive ist. Mit den USA gewann er 2021 und 2024 Olympiagold.
Als herausragender Scorer ist er nicht bekannt, dafür wirft er nicht gut genug. Die Saison begann Adebayo sogar mit einer Offensivkrise, inzwischen steht er wieder bei für ihn normalen 20 Punkten pro Spiel – Luka Dončić, der beste Scorer, macht durchschnittlich 32,5 Punkte. Über den 2,06 Meter großen Center Adebayo heißt es, er sei ein Spielermagnet: Mit ihm wollen andere zusammenspielen, weil er nicht ständig den Ball haben will, um selbst zu glänzen. Weil sie glauben, dass er sie besser macht.
Und deshalb reagieren nun viele so wie Ime Udoka, der Trainer der Houston Rockets: “Du fragst dich als Erstes: Wie?” Wie ist es zu erklären, dass ausgerechnet diesem Spieler nun die zweitmeisten Punkte in der Geschichte der NBA gelungen sind?
Sicher stimmt mindestens zu einem Teil, was Adebayos Trainer Erik Spoelstra sagte: “Das hier ist einfach passiert. Es gibt solche Momente.” Adebayo machte 25 der ersten 29 Punkte der Miami Heat. Basketballer seiner Qualität fangen schon mal Feuer, wie sie das selbst nennen. Meistens kühlen sie irgendwann ab. Adebayo aber blieb heiß, seinen 43 Punkten in der ersten Hälfte ließ er in der zweiten noch mal 40 folgen. Sicher auch, weil die beiden besten Scorer der Miami Heat das Spiel verletzt verpassten.
Bei ESPN sagte Adebayo, schon zur Halbzeit hätten sie in der Kabine darüber gesprochen, wie viele Punkte er in diesem Spiel machen könne. Spoelstra ließ ihn fast 42 von 48 Spielminuten auf dem Feld, außergewöhnlich lange. Der Trainer wollte der Geschichte nicht im Weg stehen.





















