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Paris demontiert Chelsea im Endspurt | ABC-Z

Stand: 11.03.2026 • 23:34 Uhr

Das Achtelfinale zwischen Paris St. Germain und dem FC Chelsea ist lange ein Spiel auf Augenhöhe. Dann patzen die Londoner zu oft und der Titelverteidiger zündet den Turbo, am Ende wird es mit 5:2 deutlich.

Erst ging es im Achtelfinale im Prinzenpark fröhlich hin und her: Barcola machte das 1:0 (10.), Gusto glich aus (28.). Auch nach der Pausenführung durch Dembelé (40.) kam Chelsea mit Fernández zurück (57.), doch in der letzten Viertelstunde baute PSG die Londoner auseinander: Vitinha (74.) und zwei Mal Kvaratskhelia (86., 90+4) erspielten Paris eine komfortable 5:2-Führung fürs Rückspiel.

Barcola leitete den Torreigen ein

Die erste Chance des Spiels gehörte den Gästen aus London: João Neves verlor den Ball und Chelsea machte das Spiel schnell, doch João Pedro verpasste nach Hereingabe von Reece James in aussichtsreicher Position knapp.

Immer wieder blitzte dann die Genialität der Pariser Offensive durch, nur die letzte Konsequenz fehlte – bis zur 10. Minute. Da verlagerte Désiré Doué den Ball nach rechts auf Ousmane Dembelé, der sofort nach innen gab. João Neves legte per Kopf zurück auf Bradley Barcola, der Linksaußen nahm die Kugel kurz mit der Brust an, fackelte nicht lange und jagte sie unhaltbar in den linken Winkel zur frühen Führung.

Das 1:0 gab den nach zuletzt nur drei Siegen aus sieben Spielen verunsicherten Les Parisiens Auftrieb: Dembelé tanzte Fofana links im Sechzehner aus und zog ab. Chelsea-Keeper Jörgensen war noch leicht dran und lenkte den Schuss an den Pfosten.

Doch auch Chelsea blieb gefährlich. Nach einem Konter über die linke Seite gab Pedro Neto links im Strafraum von der Grundlinie scharf nach innen. Der Ball traf PSG-Verteidiger Willian Pacho und sprang gefährlich Richtung Pariser Tor, wo Matvey Safonov blitzschnell reagierte und das Eigentor verhinderte.

Chelsea konterte Pariser Druckphase

Trotzdem war der amtierende Champions-League-Sieger in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft. Barcola, der ein gutes Spiel ablieferte, zog am Sechzehner nach innen und war mit seinem Schlenzer nah dran am 0:2. Prompt bestraften die Blues auf der Gegenseite die vergebenen Chancen der Heimelf – und dabei sahen Torwart Safonov und seine Defensive beide nicht gut aus.

Moisés Caicedo bekam keinen Druck von der Abwehr und wechselte per Flanke die Seite, wo Malo Gusto mit aufgerückt war. Der bekam viel zu viel Platz, nahm den Ball an und schoss. Safonov rutschte der wenig platzierte Abschluss unter dem Handschuh durch ins Tor – so stand in Minute 28 alles wieder auf Anfang.

Dembelés Rückkehr zahlt sich aus

Der Ausgleich machte das Spiel zum munteren Hin und Her: Erst hatte Chelsea die Riesenchance, bei der Safonov gegen Cole Palmer stark parierte. Beim anschließenden Konter zeigte sich, dass die Londoner etwas zu weit aufgerückt waren, aber auch, warum Ousmane Dembelé der Weltfußballer ist.

Dembelé trifft bei seiner Startelf-Rückkehr

Der Franzose wurde von Doué steil geschickt, nahm das Tempo mit bis in den Strafraum und hätte querlegen oder selbst gehen können. Nach angetäuschtem Pass zog Dembelé doch rechts vorbei und vollendete nach 40 Minuten unhaltbar ins linke untere Eck. Mit der insgesamt verdienten Führung von Paris ging es in die Pause.

Patzer auf beiden Seiten

Aus der Kabine kam Chelsea mit mehr Schwung. Strafraumszenen waren zunächst Mangelware, doch nach knapp einer Stunde konterten die Gäste in Perfektion. Pedro Neto nahm Achraf Hakimi den Ball ab, marschierte auf der linken Seite Richtung Grundlinie und legte perfekt ab zurück auf den Elfmeterpunkt. Enzo Fernández sagte Dankeschön und netzte ein zum erneuten Ausgleich (57.).

Doch in einer fußballerisch hochklassigen Partie konnte auch Chelsea Patzer – und auch hier war es die Torwartposition, auf der die Blue mal wieder schwächelten. Filip Jørgensen spielte im Strafraum einen katastophalen Fehlpass genau in die Füße von Barcola, von dem die Kugel zum eingewechselten Khvicha Kvaratskhelia sprang. Der Joker sah uneigennützig den besser stehenden Vitinha, der Jørgensen sehenswert per Heber überwand.

Zentimeterpech und Joker entschieden das Spiel

Chelsea gab sich auch beim dritten Rückstand nicht auf. Nach einem langen Ball von Marc Cucurella auf Pedro Neto spielte der nach innen, wo João Pedro nur noch den Fuß hinhalten musste. Doch der dritte Londoner Ausgleich zählte zurecht nicht: Neto stand knapp im Abseits.

Joker Kvaratskhelia entscheidet das Spiel

Das Schicksal eines Abseitstores sollte später auch PSG ereilen, aber nicht, bevor Kvaratskhelia das Spiel entscheiden konnte: Pacho setzte den Joker in Szene, der wie einst Arjen Robben ins Zentrum zog und unhaltbar ins rechte Eck traf. Und Kvaratskhelia war es auch, der in der vierten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 5:2 setzte.

Les Parisiens erarbeiteten sich damit eine sehr gute Situation fürs Rückspiel. Das steigt Dienstag (17.03) an der Stamford Bridge. Auf Chelsea wartet davor in der Premier League noch Newcastle United um Nick Woltemade, Paris profitiert von einer Spielverlegung in der Ligue 1 und hat eine Woche Pause.

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