Wetterbilanz: Der Februar füllt die Pegel auf – Starnberg | ABC-Z

Der vergangene Winter hat sich im Alpenvorland als relativ warm und recht sonnig erwiesen. Den Daten des meteorologischen Observatoriums Hohenpeißenberg zufolge schien dort die Sonne in den Monaten Dezember bis Februar insgesamt 386 Stunden lang – das entspricht 137 Prozent des langjährigen Mittels. Der Wert ist allerdings wegen der häufigen Inversionswetterlagen im Dezember und Januar nur für höhere Lagen repräsentativ. In der 400 Meter niedriger gelegenen Wetterstation von Gut Hüll bei Gilching wurden den Winter über nur 251 Sonnenstunden registriert.
Folglich unterscheiden sich auch die Monatstemperaturen an den Messorten: So fielen Dezember und Januar in Gut Hüll jeweils um 1,5 Grad kühler, der Februar aber um 0,4 Grad wärmer aus, als auf dem Hohen Peißenberg. Dort lag die durchschnittliche Wintertemperatur um 1,9 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020: Insbesondere der Februar war mit einer Temperatur von 3,2 Grad deutlich milder als der statistisch zu erwartenden Monatsmittelwert von minus 0,1 Grad.
In der Messreihe der weltweit ältesten Bergwarte nimmt der vergangene Monat damit Rang zwölf unter 245 Februaren ein. Der wärmste liegt erst zwei Jahre zurück: 2024 wurden am Observatorium im Mittel 5,5 Grad gemessen. Auf den Rekord-Februar folgte seinerzeit noch ein Rekord-März mit 6,4 Grad. Eine sehr stabile Hochdrucklage seit Monatsbeginn lässt auch heuer erwarten, dass die Märztemperatur im Alpenvorland wieder deutlich über der langjährigen Statistik liegt.
Zudem ist im März – abgesehen von Sahara-Staub – auch noch kein nennenswerter Niederschlag zu verzeichnen. Zum Glück war der Vormonat ausgesprochen schnee- und regenreich: In Gut Hüll wurden 102, auf dem Hohen Peißenberg 113 Liter pro Quadratmeter gemessen, was 213 Prozent des üblichen Februarniederschlags entspricht. An 17 Tagen lag am Observatorium Schnee.
Nach einem sehr trockenen Dezember (nur 43 Prozent der normalen Erwartung) und einem relativ niederschlagsarmen Januar (66 Prozent) hat der Februar die Wasserreservoire im Alpenvorland wieder ein Stück weit aufgefüllt. So stieg der Pegel des Ammersees, der am 1. Februar noch 17 Zentimeter unter dem mittleren Seespiegel lag, bis Monatsende um 45 Zentimeter an. Auch der Starnberger See ist im Laufe des Februars angeschwollen, allerdings nur um 19 Zentimeter. So bleibt er derzeit immer noch um 13 Zentimeter unter dem Mittelwert.





















