DFB-Pokal: HSV-Frauen unterliegen dem FC Bayern München | ABC-Z

Imade und Kett treffen
Stand: 11.03.2026 21:54 Uhr
Die HSV-Frauen sind am Mittwochabend erwartungsgemäß im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München ausgeschieden. Die Bundesliga-Aufsteigerinnen unterlagen den Double-Siegerinnen im Volksparkstadion mit 0:3 (0:1).
Das Ergebnis fiel für die Mannschaft von Trainerin Liese Brancao deutlich weniger herb aus als im Dezember beim 0:6 in der Bundesliga, die Kräfteverhältnisse aber waren – wenig überraschend – ähnlich. Der FC Bayern dominierte das Spiel nach der frühen Führung durch Edna Imade (6.) nach Belieben. Franziska Kett (66.) und Natalia Padilla-Bidas (88.) machten in der zweiten Hälfte alles klar. Der HSV, der fast ausschließlich in der Defensive gebunden war, kam kaum in gefährliche Abschlusspositionen.
“Wir haben uns lange gut geschlagen.”
HSV-Torfrau Lea Paulick
Torhüterin Lea Paulick attestierte ihrem Team dennoch nach dem Spiel eine “couragierte Leistung. Wir haben uns lange sehr gut geschlagen.” Sie hob insbesondere die Defensivleistung der Mannschaft hervor.
Für Brancao, die mit ihrem vorherigen Club St. Pölten sechs Mal in Folge den österreichischen Cup gewonnen hatte, war es die erste Niederlage in einem Pokalspiel als Trainerin. Sie und ihr Team können nun den Fokus auf die Bundesliga und den Kampf um den Klassenerhalt richten. Und da steht am Sonntag die enorm wichtige Partie beim Tabellenletzten FC Carl Zeiss Jena an (14 Uhr, im NDR Livecenter).
HSV mit Abstimmungsproblemen, Bayern mit der Führung
Der Plan des HSV, die Bayern zu ärgern, war früh dahin. Und das hatten sich die Norddeutschen selbst zuzuschreiben. Bei einer Flanke von Nationalmannschaftskapitänin Giulia Gwinn von der rechten Seite kam Innenverteidigerin Annaleen Böhler minimal mit dem Kopf an den Ball, sodass Torhüterin Paulick ihn nicht fing. Imade brauchte nur noch ins leere Tor zu köpfen (6.)
Und die Abstimmung zwischen den beiden blieb ein Problem. In der 30. Minute hatte das Brancao-Team Glück, dass Gwinn ein weiteres Missverständnis bei einer Flanke von der linken Seite nicht nutzen konnte. Ihr Schuss flog im hohen Bogen über das freie Tor. Bei aller Überlegenheit erspielten sich die Müncherinnen aber bis auf einen Kopfball von Pernille Harder (40.) keine hochkarätigen Chancen. So waren die Hamburgerinnen, die lediglich durch Maria Mikolajova einen Abschluss verbuchten (38.), nach 45 Minuten noch in der Partie.
Kett trifft nach traumhafter Kombination
Kurz nach Wiederbeginn hatten die Hanseatinnen zunächst aber Glück, dass ein klares Foul von Nigar Mirzaliyeva an Barbara Dunst im Strafraum nicht geahndet wurde (49.). Einen VAR gibt es im DFB-Pokal der Frauen nur im Finale.
Die Vorentscheidung war aber nur aufgeschoben, denn die Gäste spielten in der 66. Minute einen traumhaften Angriff konsequent zu Ende. Arianna Caruso ließ einen flachen Diagonalball von der linken Seite stark durch für Kett, die Paulick im Strafraum umkurvte und zum 2:0 traf.
Padilla-Bidas sorgt für den Endstand
Wie im ersten Durchgang war das Brancao-Team auch in Hälfte zwei vor allem in der eigenen Hälfte gefordert. Christin Meyer hatte per Hacke immerhin eine gute Chance hatte (82.). Ein Ehrentreffer blieb den Hamburgerinnen und den rund 12.600 Zuschauenden aber verwehrt. Stattdessen sorgte Padilla-Bidas nach einer artistischen Vorlage von Nationalspielerin Linda Dallmann für den dritten Treffer der FCB-Frauen (88.).





















