Kommunalwahlen: Münchens Oberbürgermeister legt seine Ämter beim FC Bayern nieder | ABC-Z

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat seine Ämter beim FC Bayern München niedergelegt. Reiter reagiert damit auf sein Abschneiden in der ersten Runde der Kommunalwahl: Mit 35,6 Prozent der Stimmen war er deutlich hinter den Ergebnissen früherer Wahlen zurückgeblieben. Kurz vor der Wahl hatte der Münchner Stadtrat kritisiert, dass Reiter die Vergütung für seinen Posten im Verwaltungsrat des FC Bayern nicht gemeldet hatte. Auch seinen geplanten Wechsel in den Aufsichtsrat des FC Bayern hatte er nicht öffentlich gemacht.
Reiter hat nach eigenen Angaben den Verein informiert, dass er sowohl auf sein
Aufsichtsratsmandat als auch auf sein Amt als
Verwaltungsbeiratsvorsitzender mit sofortiger Wirkung verzichtet. Die 90.000 Euro, die Reiter seit 2021 aufgrund seiner Mitgliedschaft im Verwaltungsbeirat bislang vom Fußballverein erhalten hat, wolle er an soziale Projekte spenden. “Das Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner ist mir wichtiger als Mandate und Vergütungen”, sagte er außerdem. Die Münchnerinnen und Münchner hätten ihm in den vergangenen Tagen “deutlich zu verstehen gegeben”, dass er bei seinen Engagements “eine eindeutige und unzweifelhafte Entscheidung” treffen müsse. Er habe die Vergütung jedes Jahr ordnungsgemäß versteuert. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass der Stadtrat die Vergütung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hätte genehmigen müssen.
Reiter hatte in der ersten Runde der Oberbürgermeister-Wahl 35,6 Prozent der Stimmen erhalten – deutlich weniger als 2020, als er in der ersten Runde 47,9 Prozent erreicht hatte. Am Sonntag kommender Woche steht eine Stichwahl mit dem Grünenpolitiker Dominik Krause bevor. Krause erhielt 29,5 Prozent der Stimmen. Mit 21,3 Prozent folgte der Kandidat der CSU auf Platz drei. Die Gesamtzahlen hatte das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch veröffentlicht.




















