Drama um Torwart Kinský: Atletico besiegt Tottenham | ABC-Z

Seit Wochen befinden sich die Tottenham Hotspur im freien Fall. Der setzte sich beim 2:5 (1:4) im Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atletico Madrid fort. Das lag auch an Torhüter Antonín Kinský.
Igor Tudor, der seine bisherigen drei Premier-League-Spiele als “Spurs”-Trainer verloren hatte, entschied sich vor der Partie für den jungen Tschechen, der den bisherigen Stammkeeper Vicario ersetzte.
Zwei Einsätze im Ligapokal hatte Kinský in dieser Saison erst vorzuweisen. Seitdem er Anfang 2025 für 16,5 Millionen Euro von Slavia Prag nach London gewechselt ist, machte er insgesamt zwölf Spiele. Seinen 13. Einsatz für Tottenham wird er wohl nie vergessen. Es war sein erster Auftritt überhaupt in der Champions League. Er dauerte nur 17 Minuten. Und es könnte schwer werden, ihn zu verkraften.
Horror-Viertelstunde für Tottenham-Torhüter Kinský
Das Unheil begann bereits in der sechsten Minute, als Kinský bei einem Pass wegrutschte und so Julián Álvarez den Ball vorlegte. Der Argentinier spielte quer auf Marcos Llorente, der Atletico früh in Führung und Tottenham komplett aus dem Konzept brachte. Denn schon kurz danach legte Madrid nach. Nach einem Ballverlust von Pape Matar Sarr und Ausrutscher von Micky van de Ven lief Antoine Griezmann frei auf Kinský zu und blieb eiskalt (14.).
Beim 0:2 hatte der 22-Jährige keine Mitschuld, nach dem 0:3 hatte Tudor aber in ihm offenbar den Schuldigen am nächsten Rückschlag seit der Entlassung von Ex-Coach Thomas Frank gefunden. Ein Querpass von Kinský im eigenen Strafraum verunglückte völlig und kullerte erneut zu Álvarez, der in diesem Fall nur noch mit dem Ball ins Tor laufen musste (15.).
Das Spiel war entschieden – und für Kinský beendet. Direkt nach seinem zweiten Fauxpas wechselte Tudor den tragischen Helden des Abends aus und brachte Vicario. Kinský verschwand sofort in der Kabine und musste von einem Betreuer getröstet werden, nachdem er bei seinem Champions-League-Debüt die wohl schlimmste Viertelstunde seiner Karriere als Profifußballer erlebt hatte. Später sagte Tudor: “Ich bin seit 15 Jahren Trainer und habe so etwas noch nie gemacht. Es war notwendig, um den Spieler und die Mannschaft zu schützen.”
Antonin Kinsky wird gegen Atletcio Madrid ausgewechselt.
Tottenham zeigt sich verbessert, aber Atleticos Álvarez sticht erneut
Für Tottenham wurde es danach tatsächlich besser – wenn auch nicht sofort. Robin Le Normand staubte nach einer starken Vicario-Parade zum 4:0 ab (22.), im Anschluss zeigten seine Vorderleute aber die erhoffte Leistungssteigerung. Pedro Porro verkürzte wenig später mit einem starken Flachschuss (26.), kurz danach traf Cristian Romero nach einem Eckball per Kopf den Pfosten (36.).
Tottenham bemühte sich auch im zweiten Durchgang und Richarlison vergab die Riesenchance zum 2:4 – und wurde dafür direkt bestraft. Atletico konterte, Griezmann schickte Álvarez und der bewies nach einem langen Lauf vor Vicario seine Kaltschnäuzigkeit, erhöhte auf 5:1 (55.).
Abschließend patzte tatsächlich auch noch Jan Oblak, der Atletico-Keeper spielte einen Fehlpass und leitete damit den zweiten Tottenham-Treffer von Dominic Solanke ein (76.). Sein Gegenüber Kinský dürfte das aber kaum getröstet haben.






















