OB Dieter Reiter erwägt offenbar Rücktritt aus Aufsichtsrat des FC Bayern München – München | ABC-Z

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bringt eine Niederlegung seiner Mandate beim FC Bayern ins Spiel. „Natürlich muss man sich überlegen, ob man und inwieweit man weiterhin die Mandate, die jetzt quasi zur Kritik geführt haben, weiter ausübt“, sagte der SPD-Politiker dem Politikmagazin „Kontrovers“ des Bayerischen Rundfunks. Die Sendung wird am Mittwochabend um 21.15 Uhr ausgestrahlt.
Er müsse das aber auch mit dem FC Bayern noch klären. „Insoweit glauben Sie mir, darüber denke ich intensiv nach und ich werde auch rechtzeitig mich dazu äußern.“ Auf Nachfrage bestätigte Reiter, dass er darüber nachdenke, auf den Aufsichtsratsposten zu verzichten. „Das heißt auch, dass ich darüber nachdenke, was mit den Vergütungen passiert. Das werde ich jetzt die nächsten Tage entscheiden.“
Reiter stand zuletzt wegen seiner Tätigkeit für den FC Bayern und seinen Umgang damit in der Kritik. Bei der jüngsten Kommunalwahl hatte er mit 35,6 Prozent der Stimmen historisch schlecht abgeschnitten und muss gegen den Grünen Politiker Dominik Krause in die Stichwahl am 22. März. Ein Grund für das schlechte Ergebnis als Amtsinhaber dürfte seine Verwicklung mit dem FC Bayern München sein.
Dort ist Reiter Mitglied des Verwaltungsbeirats und erhält seit 2021 jährlich etwa 20 000 Euro – wie er erst kurz vor der Wahl einräumte. Das hatte er sich aber nicht vom Stadtrat genehmigen lassen, was die Prüfung eines Disziplinarverfahrens durch den Bezirk Oberbayern nach sich zog. Zudem bestritt Reiter, bereits im Handelsregister als Aufsichtsrat des FC Bayern eingetragen zu sein. Reiters Mitgliedschaft im Aufsichtsrat hatte der FC Bayern Anfang Februar verkündet, als er mitteilte, dass Reiter Nachfolger von Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber an der Spitze des Verwaltungsbeirats und damit auch Mitglied im Aufsichtsrat wird.
Für den Oberbürgermeister dürfte es nun darum gehen, die FC-Bayern-Affäre vor der Stichwahl zu klären, um Vertrauen in der Wählerschaft wiederherzustellen. Im BR-Interview kündigte er an, von Donnerstag an mit Blick auf die Stichwahl auf der Straße unterwegs zu sein, um mit den Münchnerinnen und Münchnern zu reden: „… und das tun, was ich, glaube ich, ganz gut hinkriege, nämlich den Menschen erklären, worum es eigentlich geht und was das für die Zukunft dieser Stadt bedeutet, wer die Stadt künftig als Oberbürgermeister voranbringt.“





















