“Haben den Finger am Abzug”: Iranischer Polizeichef droht Regimegegnern | ABC-Z

“Haben den Finger am Abzug”Iranischer Polizeichef droht Regimegegnern
11.03.2026, 08:28 Uhr
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Erst Anfang des Jahres schlagen Sicherheitskräfte im Iran Proteste gegen das Regime brutal nieder. Jetzt ruft der israelische Ministerpräsident Netanjahu das iranische Volk zum Sturz der Führung in Teheran auf. Der Polizeichef reagiert mit deutlichen Worten.
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. “Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln”, sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. “Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.”
Der israelische Ministerpräsident hatte sich zuvor in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf X hieß es, Israel werde gemeinsam mit den USA “mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen”, die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten. In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, “ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen”.
“Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.” Israel und die USA führten “einen historischen Krieg für die Freiheit”, hieß es weiter. “Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.” Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, “und die Hilfe ist angekommen”. Israel hat bereits mehrfach das Ziel eines Machtwechsels in Teheran genannt und die Bevölkerung zum Sturz der politischen Führung aufgerufen.
Auch US-Präsident Donald Trump hat die Iraner bereits mehrfach ermuntert, die amerikanisch-israelischen Angriffe als Chance zu nutzen, um die Führung in Teheran zu stürzen.
Anfang des Jahres hatten Sicherheitskräfte im Iran Proteste brutal niedergeschlagen. In den Nächten des 8. und 9. Januar töteten Sicherheitskräfte fast 6.500 Demonstranten, wie Nachforschungen des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA ergaben. Mehr als 50.000 Menschen wurden demnach festgenommen.





















