Politik

Söhne missbraucht: Lehrerin und früherer Freie Demokratische Partei-Politiker vor Gericht | ABC-Z

Vor dem Landgericht Braunschweig hat am Dienstag der Prozess gegen einen früheren FDP-Bundestagsabgeordneten sowie eine Lehrerin aus Goslar begonnen, denen die Staatsanwaltschaft den sexuellen Missbrauch von Kindern zur Last legt. Der 69 Jahre alte Politiker hatte die 51 Jahre alte Lehrerin im Jahr 2021 über ein Datingportal kennengelernt und war für einige Wochen eine sexuelle Beziehung mit ihr eingegangen.

Im Verlauf der Beziehung soll die Frau mehrfach ihre beiden damals sieben und neun Jahre alten Söhne missbraucht und Bilder ihrer Taten angefertigt haben, die sie hernach an den Angeklagten schickte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Politiker aber auch vor, dass er einen der Jungen selbst sexuell missbraucht habe.

Der Mann, der Ende 2021 aus dem Bundestag ausgeschieden ist, wies diesen Vorwurf am Dienstag zum Prozessauftakt jedoch als „schlicht falsch“ zurück. Er gab an, mit der Lehrerin lediglich über seine Phantasien gechattet zu haben. Die mitangeklagte Lehrerin äußerte vor Gericht hingegen, dass sie selbst gesehen habe, wie der Bundestagsabgeordnete ihren Sohn bei einem Besuch unter der Dusche angefasst habe. Die Lehrerin gestand zudem eigene sexuelle Übergriffe auf ihre Kinder.

Das Verfahren in Braunschweig geht auf einen Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin zurück, das den früheren Politiker im Februar 2025 wegen Verbreitung und Besitz kinderpornographischen Materials zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt hatte. Im Rahmen ihrer Ermittlungen stießen die Behörden damals auf die Spur nach Goslar. Der Politiker, der selbst nicht aus Niedersachsen stammt, hat die FDP mittlerweile verlassen, nachdem er von der Partei dazu aufgefordert worden war.

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