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Nahost-Liveblog: ++ Angriff auf Al-Asrak in Jordanien – auch deutscher Teil getroffen ++ | ABC-Z


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Stand: 10.03.2026 • 14:11 Uhr

Bei einem Angriff auf eine Basis in Jordanien ist auch der von deutschen Soldaten genutzte Bereich getroffen worden. Israel ist laut Premierminister Netanjahu mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran “noch nicht fertig”. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In weiten Teilen des Landes heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Senders N12 konnte ein Geschoss abgefangen werden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Auch größere Schäden wurden nicht gemeldet.

Die iranische Revolutionsgarde, Irans Elitestreitmacht, meldete den Beginn der 34. Welle von Gegenangriffen auf US-Stellungen in der Region sowie auf Ziele in Israel. Dabei seien präzisionsgelenkte ballistische Raketen mit Gefechtsköpfen von über einer Tonne zum Einsatz gekommen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Israel aufgefordert, Pläne zur “Annexion” von Gebieten im Westjordanland aufzugeben. “Die Annexionsschritte, wie sie in Jerusalem diskutiert werden, würden die Zweistaatenlösung dort noch einmal erschweren”, sagte Merz. “Die Bundesregierung fordert dringend, solche Schritte zum sogenannten E1-Gebiet zu unterlassen. Das wäre ein großer Fehler.”

Das Gebiet E1 erstreckt sich auf einer Fläche von mehreren Quadratkilometern im Westjordanland östlich von Ost-Jerusalem. Die israelische Regierung hatte kürzlich mehrere Schritte unternommen, um ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet auszuweiten. Ein von der Regierung initiiertes Verfahren zur Grundbuchregistrierung von israelischem “Staatseigentum” im Westjordanland löste international scharfen Protest aus.

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond rund 16.000 Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. Daneben seien mehr als 3.300 Geschäftseinheiten beschädigt worden, teilte die iranische Rothalbmondgesellschaft auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Mehr als 60 Prozent aller Schäden konzentrierten sich dem Bericht zufolge auf nur fünf Provinzen, darunter die Hauptstadt Teheran, die angrenzende Provinz Albors, West- und Ost-Aserbaidschan im Nordwesten sowie die industriell geprägte Provinz Chusestan im Südwesten. Schäden an zivilen Gebäuden meldete die Hilfsorganisation in 20 der 31 Provinzen. Auch 13 ihrer eigenen Stützpunkte wurden demnach durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem seien landesweit 29 Schulen beschädigt worden.

Der spanische Außenminister José Manuel Albares bezeichnet eine mögliche Bodenoffensive des israelischen Militärs im Libanon als “gewaltigen Fehler”. Zugleich fordert er die libanesische Hisbollah-Miliz, die mit Iran verbündet ist, auf, ihre Raketenangriffe auf Israel einzustellen. Albares kündigte an, dass Spanien humanitäre Hilfe im Wert von neun Millionen Euro in die libanesische Hauptstadt Beirut schicken werde.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich kritisch über die Kriegsführung der USA und Israels geäußert. Beide Länder führten seit mehr als einer Woche Krieg gegen Iran, er teile viele Ziele, sagt Merz in Berlin. “Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann”, fügt er hinzu. Er fordert Iran zudem auf, sofort die “wahllosen” Angriffe auf Staaten in der Region zu beenden.

Das US-Militär prüft für den Fall eines entsprechenden Auftrags Optionen für den Schutz von Schiffen in der Straße von Hormus. “Sollten wir den Auftrag zum Eskortieren erhalten, werden wir die verschiedenen Optionen prüfen, um die militärischen Voraussetzungen dafür zu schaffen”, sagt US-Generalstabschef Dan Caine vor der Presse.

Die Straße von Hormus zwischen Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öltransport und war in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz internationaler Spannungen.

Das US-Militär prüft Optionen für den Schutz von Schiffen in der Straße von Hormus.

Bei zwei wichtigen staatlichen Banken in Iran kommt es im Zuge des Kriegs mit Israel und den USA zu Störungen. Betroffen seien die Banken Sepah und Melli, berichteten Einwohner der Hauptstadt Teheran laut der Nachrichtenagentur dpa. Geldautomaten der Banken seien außer Betrieb, das Onlinebanking nicht erreichbar und Kartenzahlungen nicht möglich. Der Grund für die Störungen ist noch unklar.

Bank Melli Iran ist die größte staatliche Bank des Landes. Auch die staatliche Bank Sepah, die eng mit dem Militär verbunden ist, gehört zum iranischen Finanzsektor. Beide Institute stehen wegen ihrer Rolle bei der Finanzierung staatlicher Programme auf US-Sanktionslisten.

Die Europäische Union (EU) mobilisiert angesichts der Lage im Nahen Osten humanitäre Nothilfe für den Libanon. “Hunderttausende Menschen wurden fast über Nacht aus ihren Häusern vertrieben”, erklärte die zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib in Brüssel. Die Menschen im Libanon könnten auf die Unterstützung der EU zählen. Wie die EU-Kommission mitteilte, umfasst die Hilfe Lebensmittel, medizinische Güter, Materialien für Notunterkünfte sowie Winterkleidung.

Iran wird heute laut US-Pentagon-Chef Pete Hegseth so stark bombadiert wie noch an keinem anderen Tag des Krieges. Es würden die meisten Kampfflugzeuge und Bomber eingesetzt, sagt Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, gegenüber der Presse. Der Iran verzweifele, so der US-Politiker. Das Land stehe alleine da und verliere.

Katar hat einen weiteren Raketenangriff aus Iran gemeldet. Ein anfliegendes Geschoss sei abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen, weil sie einen iranischen Angriff befürchteten. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Flugabwehr sei aktiviert, um Beschuss aus Iran unschädlich zu machen.

Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der militärische Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Aktuell werde noch untersucht, ob es sich um Trümmer oder eine anfliegende Rakete gehandelt habe. Zuerst hatte der Spiegel darüber berichtet.

Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher. In der ganzen Region befinden sich derzeit noch etwa 500 Männer und Frauen der Bundeswehr, die für internationale Einsätze zur Stabilisierung entsandt wurden und sich überwiegend in multinationalen Militärlagern befinden.

Das Führungskommando machte keine eigenen Angaben dazu, welche Raketen von wo aus auf Al-Asrak gefeuert wurden. Nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Ziele in Iran feuert die Islamische Republik mit Raketen und Drohnen auch auf benachbarte Staaten und die dort von den US-Streitkräften genutzten Militäranlagen.

Nach Angaben des ARD-Korrespondenten Uwe Lueb gehen die israelischen Angriffe auf Ziele in Iran weiter – ein baldiges Ende des Krieges ist demnach nicht in Sicht.

Die israelischen Angriffe auf den Libanon im Zuge des Nahost-Krieges zwingen laut dem UN-Hilfswerk UNHCR immer mehr Menschen in die Flucht. Bis heute hätten sich mehr als 667.000 Menschen auf einer Online-Plattform für Vertriebene im Libanon registriert, teilte die UNHCR-Landesbeauftragte, Karolina Lindholm Billing, mit.

Innerhalb eines Tages seien damit zusätzlich mehr als 100.000 Menschen im Libanon vertrieben worden. Und die Zahlen stiegen weiter, sagte sie. Rund 120.000 der Vertriebenen seien in Sammelunterkünften der Regierung untergebracht. Andere seien bei Verwandten oder Freunden untergekommen oder befänden sich noch auf der Suche nach einer Bleibe.

Seit mehr als einer Woche nimmt Israel die Hisbollah im Libanon unter Beschuss.

Israels Armee greift nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Das israelische Militär teilte mit, eine weitere Angriffswelle auf Ziele der iranischen Staatsführung gestartet zu haben.

Aserbaidschan unterstützt Iran mit Hilfslieferungen. Zehn Tonnen Mehl, sechs Tonnen Reis, mehr als zwei Tonnen Zucker, vier Tonnen Wasser, etwa 600 Kilogramm Tee sowie rund zwei Tonnen Medikamente und medizinische Hilfsgüter seien in das Land geschickt worden, erklärten Vertreter der aserbaidschanischen Regierung. Zuvor hatte die Regierung in Baku Teheran vorgeworfen, Drohnen auf die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan abgefeuert zu haben. Iran bestritt einen solchen Angriff.

Somaliland strebt nach Unabhängigkeit von Somalia. Als eigenständiger Staat wird die Region nur von Israel anerkannt, das am Golf von Aden strategische Interessen erfolgt. Der Krieg macht die Lage besonders brisant.

Laut EU-Ratspräsident Antonio Costa ist Russland bislang der einzige Gewinner des Kriegs im Nahen Osten. “Es erhält neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine, da die Energiepreise steigen”, sagte vor EU-Botschaftern in Brüssel. Zudem rücke der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt und verringere die Aufmerksamkeit für die ukrainische Front.

In Iran haben seit Kriegsbeginn neun Krankenhäuser infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen. Zudem seien 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission. Sollte der Krieg andauern, reichen dem Politiker zufolge Irans strategische Medikamentenvorräte für mindestens sechs Monate. Bei einigen Mitteln herrschten schon jetzt Engpässe.

Bei US-Luftangriffen im Irak sind nach den Angaben der pro-iranischen Imam-Ali-Brigaden vier ihrer Kämpfer getötet worden. Der Angriff zielte demnach auf eine Stellung der Hasched-al-Schaabi, ein in Teilen von Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Die Sicherheitsabteilung der irakischen Regierung bestätigte, dass mehrere Kämpfer bei einem “Bombenangriff” in Kirkuk getötet worden seien. Es handele sich um “einen offensichtlichen Angriff auf den Irak”, erklärte die Regierung – ohne jemanden dafür verantwortlich zu machen.

Anders als US-Präsident Donald Trump geht Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Krieges aus. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran “noch nicht fertig”, sagte Netanjahu laut einer Erklärung seines Büros. “Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien”, sagte Netanjahu demnach. Es bestehe kein Zweifel, “dass wir ihnen mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig”.

Israels Armee hat die Menschen in den libanesischen Städten Tyros und Sidon vor neuen Angriffen gewarnt. Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete bei X eine “dringende Warnung”. Die israelische Armee werde in Kürze “militärische Infrastruktur der Terrororganisation Hisbollah” angreifen. Er veröffentlichte Karten der beiden Großstädte an der libanesischen Küste mit rot markierten Gebäuden, die nach Angaben der israelischen Armee von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz genutzt werden. Er forderte die Bewohner dieser und der umliegenden Gebäude auf, die Gebäude zu “ihrer eigenen Sicherheit” sofort zu verlassen und sich mindestens 300 Meter zu entfernen.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf hat Andeutungen zurückgewiesen, sein Land bemühe sich im Krieg gegen die USA und Israel um eine Waffenruhe. Solche Bestrebungen gebe es nicht, schrieb Kalibaf auf X. “Wir streben definitiv keine Waffenruhe an; wir sind der Ansicht, dass der Aggressor einen Faustschlag ins Gesicht bekommen sollte, damit er eine Lektion lernt und nie wieder daran denkt, unseren geliebten Iran anzugreifen.”

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu den Aussichten auf ein baldiges Ende des Kriegs geäußert. Die USA seien nach wie vor darauf konzentriert, die militärischen Möglichkeiten Irans, “die eine Bedrohung der Nachbarschaft, aber auch Europas darstellen, so zu reduzieren, dass diese Gefahr nicht mehr besteht”, sagte der CDU-Politiker in Zypern. “Ich denke, dass diese Angriffe so lange weitergehen werden, bis dieses Ziel erreicht ist oder die iranische Seite eine ernsthafte Bereitschaft gezeigt hat zu verhandeln.”

Wadephul mit Zyperns Außenminister Konstantinos Kombos. Der deutsche Außenminister sagte seinem Amtskollegen Solidarität bei möglichen neuen Angriffen mit iranischen Raketen oder Drohnen zu – eine militärische Unterstützung lehnte er aber ab.

Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hieß es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

Israel ist bei der Erreichung seiner Kriegsziele in Iran nach Aussagen des Botschafters in Frankreich dem Zeitplan voraus. Dazu gehörten unter anderem die Schwächung der Behörden, damit das iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, sagt Joshua Zarka.

Pakistans Marine will pakistanischen Schiffen in der Straße von Hormus Geleitschutz geben, um die Energieversorgung des Landes und “die Sicherheit der Seewege” zu gewährleisten. Mehr als 90 Prozent des pakistanischen Handels werde über den Seeweg transportiert, teilte die Armee mit. Pakistan grenzt im Südwesten an Iran und ist stark abhängig von Öl und Gas aus den Golfstaaten.

Wegen des anhaltenden Raketenbeschusses aus Iran hat Israel den geltenden Ausnahmezustand verlängert. Bis Samstag blieben alle Schulen geschlossen und das Versammlungsverbot für mehr als 50 Personen aufrechterhalten, teilte das Heimatfrontkommando der Armee mit. Arbeit außerhalb der eigenen Wohnung ist weiter möglich, soweit rechtzeitig eine Schutzunterkunft erreicht werden kann.

Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarde bis zum Ende des Krieges keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben. “Die iranischen Streitkräfte werden bis auf Weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird”, sagte ein Sprecher laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. “Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und erfolglos sein”, sagte er.

Irans Außenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. “Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden”, zitierte die Zeitung “Shargh” Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

Nach türkischen Angaben ist ein US-Patriot-Flugabwehrsystem in der südöstlichen Provinz Malatya stationiert worden. Dies sei Teil der Maßnahmen der NATO zur Stärkung der Luftabwehr ihres Verbündeten angesichts der Raketenbedrohung durch den Iran-Krieg, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit.

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf den Finanzarm der militanten Hisbollah-Miliz – die Gruppe Al-Kard al-Hassan – im Libanon ausgeführt. Israel wirft der Hisbollah vor, die Gruppe zur Finanzierung ihrer militärischen Aktivitäten zu nutzen.

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht.

Iran wird seine Raketenangriffe nach Worten von Außenminister Abbas Araghtschi “so lange wie nötig” fortsetzen. “Wir sind bestens darauf vorbereitet, sie so lange wie nötig und so lange es dauert mit unseren Raketen anzugreifen”, sagte Araghtschi im US-Fernsehsender PBS News, Neue Gespräche mit den USA schloss er aus. Teheran habe zuletzt “sehr bittere Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht”.

Israels Armee hat nach eigenen Angaben eine Abschussvorrichtung für Raketen in Iran beschossen. Von dort aus seien “vor kurzer Zeit Raketen auf den Staat Israel abgefeuert wurden”.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Israel hat in der Nacht zum Dienstag nach Berichten libanesischer Staatsmedien Ziele im Süden und Osten des Libanon angegriffen. “Feindliche Kriegsflugzeuge verübten Luftangriffe auf die Orte Almadschadel, Schakra und Srifa”, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe es Luftangriffe im Bekaa-Tal im Osten des Libanon gegeben.

Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.

Die Entscheidung über ein Ende des Krieges mit den USA und Israel liegt nach Ansicht der iranischen Revolutionsgarde ausschließlich bei Iran. “Wir werden es sein, die das Ende des Krieges bestimmen”, erklärten die Revolutionsgarden. “Der künftige Status der Region liegt jetzt in den Händen unserer Streitkräfte, die amerikanischen Truppen werden den Krieg nicht beenden”, hieß es weiter. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, der Krieg sei weitgehend entschieden.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Start von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdoğan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum abgefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.

Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.

Neue Aufnahmen eines Angriffs auf eine Mädchenschule in Iran untermauern die Vermutung, dass die USA für die Militäroperation am 28. Februar verantwortlich waren. Das Video, zuerst von der Investigativgruppe Bellingcat analysiert, wurde am Tag des Angriffs aufgenommen und erst am Sonntag von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Es zeigt, wie eine Rakete ein Gebäude trifft und Rauch in die Luft steigt. Die Nachrichtenagentur AP konnte das Video geolokalisieren und bestätigen, dass es in der Nähe der Schule aufgenommen wurde.

Ein Forscher der Expertengruppe identifizierte die Munition als Tomahawk-Marschflugkörper – eine Waffe, über die in diesem Krieg nach bisherigem Wissen nur die USA verfügen. Es ist der erste Hinweis auf die bei dem Angriff eingesetzte Munition. Die Schule grenzt an einen Stützpunkt der Revolutionsgarden in Minab im Süden Irans. Bei der Explosion starben 165 Menschen.

Wegen des Iran-Kriegs verlängert Lufthansa den Flugstopp für den Nahen Osten. Dubai und Abu Dhabi werden frühestens nächste Woche wieder angeflogen, Tel Aviv erst Anfang April. Die Verbindungen von und nach Teheran sind schon bis Ende April komplett abgesagt. Der Flugstopp gilt auch für die Lufthansa-Töchter Eurowings, Austrian, Swiss und Brussels Airlines.

Die Präsidenten der USA und Russlands haben in einem Telefonat über den Iran-Krieg gesprochen. In Teheran haben Tausende Anhänger des Regimes für den neuen obersten Führer demonstriert.

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