Freising: Entscheidung über Landrat fällt in Stichwahl – Freising | ABC-Z

Die gut 139 000 Wahlberechtigten im Landkreis hatten die Qual der Wahl: Gleich neun Kandidaten – acht Männer und eine Frau – haben sich um das Amt des Landrats, der Landrätin, beworben. Darunter Amtsinhaber Helmut Petz (Freie Wähler). Er und die einzige Frau in der Runde, Susanne Hoyer (CSU), haben es nach dem ersten Urnengang in die Stichwahl geschafft.
Vorbei ist der Wahlkampf dagegen für Stephan Griebel (Grüne, 11,9 Prozent), Samuel Fosso (Freisinger Mitte, 7,3 Prozent), Jan Klose (SPD, 6,0 Prozent), Tobias Weiskopf (FDP, 2,4 Prozent), Richard Paukner (AfD, 8,7 Prozent), Daniel Rüdel (ÖDP / Volt, 1,9 Prozent) und für Günther Pletschacher von der Wählervereinigung „Freising für alle“ mit 1,6 Prozent (Stand jeweils 21.30 Uhr).
Bereits um 18.12 Uhr trudelte das erste Ergebnis ein. Es kam aus der Gemeinde Hallbergmoos, dort wurde kein Bürgermeister gewählt. Susanne Hoyer holte sich dort 34,6 Prozent, Helmut Petz 30,8 Prozent. Kurz danach folgte mit Fahrenzhausen die zweite Gemeinde – auch sie ohne Bürgermeisterwahl: Hier lag Petz mit 34,4 Prozent vor Hoyer (29,9 Prozent). Es kam danach zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden. Die Spannung im großen Sitzungssaal des Landratamts, wo Kandidaten, Parteifreunde und Familienangehörige gemeinsam auf das Ergebnis warteten, stieg.
Gegen 19.30 Uhr waren dann bereits drei Viertel der Wahllokale ausgezählt. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass es zu einer Stichwahl kommen würde. „Die Stichwahl war mein Ziel, dafür habe ich gekämpft“, sagte Hoyer. Sie werde nun versuchen, die Wähler noch einmal zu motivieren, in zwei Wochen erneut ins Wahllokal zu gehen. Falls sich diese dann erneut so entscheiden würden wie an diesem Sonntag, wäre sie die erste Frau, die sich den Chefsessel im Landratsamt erobert. Hoyer holte sich 32,3 Prozent, Petz 27,8 Prozent (Stand 21.30 Uhr). Für den 68-jährigen Petz dagegen wäre es bereits die zweite Amtszeit. Seine Erfolgsbilanz der vergangenen sechs Jahre könne sich sehen lassen, sagte er. Er habe Vertrauen, dass die Wähler das wissen.





















