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Robert Niedergesäß bleibt Chef im Ebersberger Landratsamt – Ebersberg | ABC-Z

Robert Niedergesäß (CSU) muss nicht in die Stichwahl. Der 55-Jährige hat die Landratswahl im Landkreis Ebersberg im ersten Anlauf für sich entschieden. 56,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben dafür gestimmt, dass der Vaterstettener weiter Chef im Landratsamt bleibt. Stark schnitt aber auch sein Mitbewerber Thomas von Sarnowski von den Grünen ab, auf ihn entfielen 30,4 Prozent der Stimmen, das ist das bisher beste Ergebnis für einen Grünen-Landratskandidaten im Landkreis Ebersberg.  12,9 Prozent erhielt Christoph Birghan von der AfD.

Robert Niedergesäß dankte Mitbewerber Thomas von Sarnowski von den Grünen für den fairen Wahlkampf, der wiederum gratulierte dem Wahlsieger. Peter Hinz-Rosin

„Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Niedergesäß, der kurz vor 20 Uhr zu der Handvoll Politikinteressierter stieß, die das Einlaufen der Ergebnisse im Sitzungssaal des Ebersberger Landratsamts bei Häppchen und Getränken verfolgten. Die Wahrscheinlichkeit, in die Stichwahl zu müssen, habe er „nicht sehr hoch eingeschätzt“, räumte er ein, freilich könne man das auch nie ausschließen. Nun hoffe er, dass die kommende Amtszeit weniger stark von den Krisen in der Welt geprägt sei wie die vergangene und man stärkeren Fokus auf die Themen im Landkreis legen könne, sagte der Landrat.

„Die Grünen sind wieder da – oder waren nie weg“, sagt Thomas von Sarnowski

Niedergesäß dankte seinem Mitbewerber Thomas von Sarnowski für den fairen Wahlkampf. Der Grünen-Kandidat verfolgte außer den Ergebnissen aus den Nachbargemeinden auch mit Spannung die aus München und Baden-Württemberg. „Die Grünen sind wieder da – oder waren nie weg“, sagte er. Im Kreistag werde man Niedergesäß’ Arbeit weiterhin „so konstruktiv wie kritisch“ begleiten. Das Ergebnis sei „ein starker Auftrag, auch in Zukunft genau hinzuschauen“, unter anderem, wenn es um die Kreisfinanzen und die Zukunft des Klinikums gehe.

Niedergesäß kann nun in seine dritte Amtszeit starten. 2013 war er außerturnusmäßig Gottlieb Fauth (CSU) nachgefolgt, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen musste. Damals war es für Niedergesäß knapp, weniger als zwei Prozent der Stimmen betrug in der Stichwahl sein Vorsprung vor Ernst Böhm von der SPD. 2020 hingegen war die Wiederwahl eine klare Sache. Obwohl er vier Mitbewerber hatte, holte er sich im ersten Wahlgang mehr als 60 Prozent.

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