Mönchsbart mit Salzzitrone: Ein Frühlingsrezept | ABC-Z
Noch nicht ganz auferstanden aus dem Reich des Nebels und der verschwommenen Unschärfe, wage ich mich vorsichtig wieder einmal in die Küche. Kartoffeln kochen. Noch ohne Brille. Nur nicht stolpern oder Salz mit Zucker verwechseln.
Im frühen Frühjahr gehören Mönchsbart (Barba di Frate, Agretti) mit Zitronensaft und -abrieb längst zum Standardrepertoire der italienischen Küche. Mönchsbart schmeckt, wird er zu lange gekocht, ähnlich wie Spinat. In den letzten Jahren ist die wiederentdeckte Wildpflanze zum Hype geworden, nicht zuletzt darum, weil er einfach zu verarbeiten ist. „Einfach in kochendes Wasser schmeissen“ lautet die Anleitung des Südtiroler Spitzenkochs Martin Dalsass. In den bald 20 Jahren meines Blogs, habe ich ebensoviele Rezepte mit Mönchsbart veröffentlicht. (siehe Auflistung hier).
Und dass selbst Mönchsbart noch für einen kleinen Twist gut ist, zeigt das folgende Rezept: ein kleines, kulinarisches Wunder. Der Twist heisst Salzzitrone.

Zutaten und Zubereitung
1 Bündel Mönchsbart
1 Knoblauchzehe
1/2 Salzzitrone
schwarzer Pfeffer
(1) Die weiss-rot-braunen Würzelchen des Barba di Frate grosszügig abschneiden, die grünen Halme waschen.
(2) Danach in Scheiben geschnittener Knoblauch mit Olivenöl kurz in einer Bratpfanne anbraten, den Mönchbart zugeben und drei bis vier Minuten darin dünsten. Je nach Menge einen Deckel auflegen und ein, zwei Löffel Wasser beifügen.
(3) Zum Schluss die in kleine Würfelchen geschnittenen Salzzitronen untermischen. Mit Pfeffer würzen. Salzen ist kaum mehr nötig.
Der mineralisch-salzige, leicht säuerlich-erdige Geschmack des Barba di Frate trifft abwechselnd auf die Aromatik der Salzzitronenwürfel. So wird vermieden, dass alles nur noch nach Zitrone schmeckt. Besser geht Mönchsbart nicht.
Lachs und Kartoffeln sind hier nur Platzhalter. Wir wollen ja nicht verhungern.


















