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Paralympics 2026 im Liveblog – Russland zurück auf Weltbühne des Sports | ABC-Z


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Stand: 06.03.2026 • 23:21 Uhr

Exklusive Einblicke, viel Service, die wichtigsten Entscheidungen, besondere Momente und Kurioses von den Paralympischen Winterspielen 2026 in Italien servieren wir im Liveblog.

23:21 Uhr

Raumfahrerin Benthaus mit emotionaler Botschaft

Zum Schluss der Eröffnungsfeier in Verona stand die deutsche Luft- und Raumfahrt-Ingenieurin Michaela Benthaus im Fokus. Die 34-Jährige erreichte im Dezember als erste Person im Rollstuhl überhaupt den Weltraum.

“Ich wusste, wenn ich ins All fliege, würden die Menschen nicht nur ein Raumschiff oder ein Missionsabzeichen sehen. Sie würden eine Rollstuhlnutzerin sehen, an einem Ort, an dem Menschen wie wir noch nie zu sehen gewesen waren”, sagte Benthaus. “Wir alle hier haben vielleicht unterschiedliche Träume, doch im Kern sind sie gleich: Wir alle wollen wegen unserer Leistung und wegen unseres Potenzials wahrgenommen werden – nicht wegen unserer Behinderungen.”

20:52 Uhr

Russland zurück auf der großen Sportbühne

Wenige Minuten nach der deutschen Mannschaft wurde das Team aus Russland vorgestellt und einige Athleten betraten die Bühne des Amphitheaters von Verona. Damit sind erstmals seit dem Angriffskriegs auf die Ukraine wieder Athleten unter der russischen Landesflagge bei einem internationalen sportlichen Großereignis dabei. Das gilt auch für die Sportler aus Berlarus, ein enger Partner Russlands. Die Teilnahme der beiden Nationen hatte zahlreiche Delegationen zu einem Boykott der Eröffnungsveranstaltung bewegt.

Vor vier Jahren habe ich gesagt, ich sei entsetzt über das, was in der Welt geschieht. Leider hat sich die Situation nicht verbessert”, sagte IPC-Präsident Andrew Parsons zur Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportler in seiner Rede: “In einer Welt, in der manche Länder eher unter den Namen ihrer Staatschefs bekannt sind, ziehe ich es vor, Länder unter den Namen ihrer Sportler zu kennen.”

20:48 Uhr

Eröffnungszeremonie ohne deutsche Delegation vor Ort

Team Deutschland ist bei den Paralympics 2026 vorgestellt worden – anwesend war aber niemand von der deutschen Delegation. Aus Solidarität mit der Ukraine hatte sich Deutschland dazu entschlossen, der Zeremonie fernzubleiben. Gänzlich boykottiert hat Deutschland die Veranstaltung aber nicht: Volunteers trugen die Fahne, in einem Videoclip wurden Athleten und Athlet:innen gezeigt.

15:33 Uhr

Nahost-Konflikt: Kein Starter aus Iran bei Paralympics

Noch bevor die Spiele in Italien überhaupt losgehen, sind sie für Aboulfazl Khatibi Mianaei schon vorbei. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnungsfeier mitteilte, kann der einzige von Iran für die Spiele nominierte Langläufer aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten nicht sicher nach Italien reisen. “Das ist eine Enttäuschung für den Weltsport und besonders für Aboulfazl“, sagte IPC-Präsident Andrew Parsons.

13:54 Uhr

Kathrin Marchand schreibt schon jetzt Geschichte

Das hat vor ihr noch keine geschafft: Kathrin Marchand ist die erste Frau, die sowohl an Olympischen als auch an Paralympischen Sommer- und Winterspielen teilnimmt. 2012 und 2016 startete die 35-Jährige als Ruderin in London und Rio. Nach einem Schlaganfall 2021 war sie dann als Ruderin bei den Paralympics 2024 in Paris dabei. In Mailand und Cortina ist sie nun als Langläuferin am Start und schreibt damit Geschichte. Bisher war dieses Kunststück nur dem Niederländer Jeroen Straathof gelungen.

12:57 Uhr

Russlands Rückkehr als Motivation für ukrainische Athleten

Nicht nur für den ukrainischen Para Snowboarder Vladyslav Khilchenko wird die Vorfreude auf die Spiele durch die Teilnahme russischer und belarussischer Athleten getrübt. Zwischenzeitlich stellte sich ihm sogar die Frage, “überhaupt zu den Wettkämpfen zu fahren.

Das Thema soll die Ukraine im Wettkampf aber nicht belasten – im Gegenteil: “Die Teilnahme Russlands ist nur ein weiterer Faktor, der uns hier motiviert, alles aus uns herauszuholen“, kündigte Khilchenko an. Vor allem im Biathlon und Langlauf gehören die Ukrainer zu den Medaillenfavoriten.

12:55 Uhr

Nach Stürzen – kein Snowboard-Training für Schmiedt

Für den deutschen Snowboard-Pionier Christian Schmiedt werden die Paralympics eine Reise ins Ungewisse. Nach dem ersten Befahren des Hanges kam es zu einigen Stürzen und auch Verletzungen, weshalb die Strecke für das offizielle Training am Freitag nochmals umgebaut wurde. Doch auch diese Einheit musste aufgrund teils schwerer Stürze vorzeitig abgebrochen werden.

Dies geschah direkt vor dem Lauf von Schmiedt, sodass er keine Trainingsfahrt absolvieren konnte. Ob der einzige deutsche Snowboarder bei den Paralympics seinen Trainingslauf vor der Qualifikation nachholen darf, blieb zunächst offen. Er wisse “kaum etwas” über den neu gebauten Kurs, betonte der 37-jährige Schmiedt entsprechend. Aber das gehe den meisten gleich und ändere nichts an seiner Lust oder den Ambitionen.

09:06 Uhr

Paralympics starten mit Rekordzahlen

Die Paralympics 2026 stehen in den Startlöchern. Heute Abend (19.50 Uhr im Sportschau-Livestream) werden die an Zahlen gemessenen größten Paralympischen Winterspiele der Geschichte in Italien im Amphitheater von Verona feierlich eröffnet. Es habe sich eine Rekordzahl von 611 Aktiven aus 55 Ländern für die Spiele qualifiziert, teilte das IPC mit. Der bisherige Rekord lag bei 564 Athleten aus 48 Delegationen in Pyeongchang 2018.

In den folgenden neun Wettkampftagen stehen ab Samstag 79 Medaillenentscheidungen in den sechs Para-Sportarten Ski alpin, Snowboard, Rollstuhlcurling, Biathlon, Skilanglauf sowie Eishockey an. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) stellt mit 40 Aktiven (elf Frauen, 29 Männer) sowie acht Guides das zweitgrößte deutsche Team in der Geschichte der Winterspiele.

08:30 Uhr

Warum der Sport (noch) im Hintergrund steht

Die Diskussionen um die Teilnahme russischer und belarussischer Sportler unter eigener Landesflagge ist das bestimmende Thema vor dem Start der Paralympischen Winterspiele. Mehrere Nationen bleiben aus Protest und logistischen Gründen der Eröffnungsfeier fern – auch Deutschland. Von der Wucht der kritischen Töne zeigte sich im Vorfeld aber nicht nur das Internationalen Paralympische Komitee überrascht.

05.03.2026 • 15:17 Uhr

Forster und Wedde sind deutsche Fahnenträger

Die alpine Skirennläuferin Anna-Lena Forster ist zum zweiten Mal die deutsche Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics. Wie bereits 2022 in Peking ist die viermalige Paralympicssiegerin im Monoski für diese Aufgabe ausgewählt worden. Neben der 30-Jährigen ist Para-Eishockey-Spieler Jörg Wedde zweiter Fahnenträger. Der 60 Jahre alte Hannoveraner war schon bei den Paralympics 2006 in Turin dabei, als sich die deutsche Auswahl zuletzt für die Spiele der Sportler mit Handicap qualifiziert hatte.

Im Gegensatz zu Peking, wo Forster gemeinsam mit dem nordischen Skisportler Martin Fleig das deutsche Team angeführt hatte, wird das Duo die Fahne jedoch nicht persönlich bei der Eröffnungsfeier an diesem Freitag ins Amphitheater von Verona führen. Die Feier findet ohne Mannschaften statt. Stattdessen wird wie von allen Fahnenträgern lediglich ein Video auf der Leinwand eingespielt.

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