Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan: Gefechte entlang der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan | ABC-Z

Entlang der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan ist es zu einer Reihe von Gefechten gekommen. Beide Seiten gaben an, feindliche Soldaten getötet zu haben. Laut dem Verteidigungsministerium der
Taliban-Regierung in Afghanistan haben dessen Streitkräfte zahlreiche pakistanische
Militärposten entlang der Grenze in den Provinzen Nangarhar, Kandahar,
Kunar, Paktia und Chost zerstört. Pakistanische Staatsmedien berichteten, dass das Militär des Landes zahlreiche afghanische Streitkräfte und pakistanische Taliban (TTP) getötet habe.
Die Kämpfe waren
die bisher folgenschwersten in einem Konflikt, den Pakistan zuletzt als “offenen Krieg” bezeichnet hat. Die neuen Kämpfe zwischen den Nachbarländern dauern seit neun Tagen an. Die Angaben zu den bisherigen Toten unterscheiden sich deutlich. Die afghanische Regierung teilte mit, ihre Truppen hätten
seit Beginn der Kämpfe 150 pakistanische Soldaten getötet. Der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar gab an, das pakistanische Militär habe 527 afghanische Soldaten getötet. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Gefechte
trieben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bisher etwa
115.000 Menschen in Afghanistan und rund 3.000 Menschen in Pakistan in
die Flucht. Wiederholte
Appelle der internationalen Gemeinschaft zur Zurückhaltung blieben wirkungslos.
Auslöser der Eskalation war ein Terroranschlag in Pakistan, für den die Regierung in Islamabad die Taliban in Afghanistan verantwortlich machte. Die pakistanische Regierung kündigte an, dass die Einsätze so
lange fortgesetzt würden, bis Afghanistan nachweisbare Schritte unternehme, um pakistanische Taliban und andere Extremisten unter Kontrolle zu bekommen.
Der Konflikt beendete eine im Oktober vermittelte Waffenruhe. Bereits damals standen die Nachbarländer kurz vor einem Krieg.





















