Wahl in Baden-Württemberg: Der ntv Koalitionsrechner: Wer mit wem in Stuttgart? | ABC-Z

Wahl in Baden-WürttembergDer ntv Koalitionsrechner: Wer mit wem in Stuttgart?
Der Tag der Wahlentscheidung rückt näher, die jüngsten Umfragen deuten in Baden-Württemberg auf ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen hin. Welche Mehrheitsverhältnisse wären rein rechnerisch möglich? Ein Blick auf die möglichen Koalitionsoptionen.
Der Südwesten Deutschlands fiebert einem spannenden Wahlsonntag entgegen. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnet sich ein knapper Wahlausgang ab. In den Umfragen liegen die Grünen kurz vor dem Wahltermin plötzlich gleichauf mit der CDU. Bei dem Votum am Sonntag, 8. März sind im drittgrößten Bundesland rund 7,7 Millionen Menschen dazu aufgerufen, die politische Ausrichtung im Stuttgarter Landtag neu zu bestimmen.
Der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der in Stuttgart bisher einer grün-schwarzen Regierungskoalition vorsteht, tritt bei der Wahl nicht mehr an. Spitzenkandidat der Grünen ist der frühere Bundesminister Cem Özdemir. CDU-Herausforderer Manuel Hagel lag in den Umfragen der vergangenen Monate lange vorn. Welche Regierungskonstellationen wären auf Basis der aktuellen Umfragewerte möglich?
Hinweis: Die Daten zum Koalitionsrechner zeigen bis zum Wahltermin die jeweils aktuellsten Umfrageergebnisse und werden ab dem Wahlabend laufend auf Basis von Prognosen und Hochrechnungen aktualisiert.
Baden-Württemberg steuert auf eine Fortsetzung der bisher regierenden Parteienkonstellation zu. Vollkommen offen ist bisher allerdings noch, wer am Wahlabend als stärkste Kraft hervorgeht. Das grün-schwarze Bündnis regiert in Stuttgart schon seit gut zehn Jahren, wobei die Grünen den Ministerpräsidenten stellten und die baden-württembergische CDU als Juniorpartner diente. Eine Fortsetzung der Koalition gilt als einzig realistische Option.
Zwar kann die rechtspopulistische AfD bei der anstehenden Wahl mit Stimmenzuwächsen rechnen. Die Chancen auf eine tragfähige Mehrheit stehen für Markus Frohnmaier, Spitzenkandidaten der Rechten, aber dennoch schlecht. In den Umfragen reicht es für ihn und seine Partei lediglich zu 18 bis 20 Prozent. Aussichten auf einen Koalitionspartner hat die AfD nicht.
Regierungsbündnisse abseits von Grün-Schwarz oder Schwarz-Grün erscheinen auf Basis der Umfragewerte ebenfalls wenig wahrscheinlich: Die SPD pendelt in Baden-Württemberg zwischen sieben und neun Prozent. Die Linke lag ebenso wie die FDP in den Umfragen der jüngsten Zeit zwischen fünfeinhalb und sechs Prozent.
Die FDP muss um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Der Spitzenkandidat der Liberalen, Hans-Ulrich Rülke, zeigte sich in den letzten Tagen des Wahlkampfs optimistisch. Sollte es für die FDP in Baden-Württemberg nicht reichen, werde es für seine Partei aber insgesamt “schwierig”, gestand er ein. Die FDP habe bei Wahlen in dem Bundesland bisher immer besser abgeschnitten als in anderen Bundesländern.
Linken-Spitzenkandidatin Kim Sophie Bohnen setzte im Wahlkampf auf Stimmgewinne auf den letzten Metern. Zuletzt forderte sie etwa eine Arbeitsplatz- und Standortsicherung im Zuge der Transformation in der Industrie. Investitionszusagen des Landesregierung etwa sollten an entsprechende Vereinbarungen gekoppelt werden. Wichtig sei auch eine Erbschaftssteuer. “Geld ist da, es ist nur falsch verteilt”, sagte sie.





















