Stil

Erste Blumen im Frühling: Krokusse, Narzissen – warum Farbe nach dem Winter gut tut – Stil | ABC-Z

Hoffnungsvoll

Gestern lag noch Schnee, dann geht plötzlich alles ganz schnell. Zwischen braunen Blättern und grauen Schneeresten verkünden gelb-lila-weiße Farbtupfer den Neuanfang: zuerst die Schneeglöckchen und Krokusse, dann Narzissen, Hyazinthen, Tulpen und Leberblümchen. Zu den Frühblühern zählen alle Pflanzen, die zwischen Januar und April blühen. Die meisten sind Zwiebel- oder Knollenpflanzen, sogenannte Geophyten – da die Photosynthese zu dieser Jahreszeit noch nicht ausreicht, um genügend Kraft für die Blütenbildung und das Wachstum zu erzeugen, speichern sie ihre Nährstoffe unterirdisch. Dadurch können sie früher als alle anderen austreiben. Und wenn es noch mal schneit? Auch kein Problem. Schneeglöckchen etwa überstehen Minustemperaturen durch einen eingebauten „Frostschutz“, der Zucker in Glycerin umwandelt, was das Gefrieren der Zellen verhindert. Nur eines mögen Frühblüher gar nicht, das haben sie mit vielen Menschen nach den Wintermonaten gemeinsam: Schatten. Sobald Bäume und Sträucher ihre Blätter entfalten, verschwinden die Frühblüher – sie „ziehen ein“, wie die Gärtner sagen.

Back to top button