Wirtschaft

Künstliche Intelligenz: Wildberger verteidigt Google-KI-Zentrum gegen Souveränitätsbedenken | ABC-Z

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat bei der Eröffnung eines KI-Zentrums von Google in Berlin Bedenken zurückgewiesen, die wachsende Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen gefährde die digitale Souveränität Deutschlands. “Digitale Souveränität heißt nicht, dass man alles alleine macht”, sagte Wildberger. Man arbeite “in Partnerschaften auf Augenhöhe”.

Im neuen Google AI Center an der Berliner Museumsinsel bündelt der Konzern Teams von Google DeepMind, Google Research und Google Cloud. Das Zentrum ist Teil eines Investitionsprogramms von über 5,5 Milliarden Euro, mit dem Google bis 2029 seine Infrastruktur in Deutschland ausbauen will. Dazu gehören auch ein neues Rechenzentrum in Dietzenbach sowie der Ausbau der Standorte in München und Frankfurt.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete das Zentrum als Vertrauensbeweis für die Stärke und Zukunftsfähigkeit der Hauptstadt.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (rechts) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (2. v. links, beide CDU) bei der Eröffnung von Googles KI-Zentrum in der Hauptstadt © Sean Gallup/​Getty Images

Kooperation mit TU München und Helmholtz Munich

Begleitend zur Eröffnung vereinbarte Google eine Kooperation mit der Technischen Universität München und der wissenschaftlichen Einrichtung Helmholtz Munich zur Entwicklung von KI-Anwendungen in der medizinischen Forschung. Helmholtz-Forscher Fabian Theis nannte als Ziel, die Entwicklung von Medikamenten zu beschleunigen: “Medikamentenentwicklung dauert immer noch zehn Jahre, kostet Milliarden und dann funktionieren 90 Prozent der klinischen Tests nicht.” 

Zur wirtschaftlichen Begründung verwies Google auf eine im Konzernauftrag erstellte Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft: Generative KI könnte bis 2034 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von rund 440 Milliarden Euro pro Jahr erzeugen, hieß es darin.

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