13 Jahre Haft nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal – Panorama | ABC-Z

Gut ein Jahr nach der Messerattacke auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin ist der Angreifer zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Das Kammergericht der Hauptstadt sprach den 20-Jährigen unter anderem des versuchten Mordes und der versuchten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig.
Die Bundesanwaltschaft hatte die Tat als radikal-islamistisch und antisemitisch bewertet und eine lebenslange Haftstrafe beantragt. Bei dem Angriff vom 21. Februar 2025 hatte der Mann einen inzwischen 31-jährigen Touristen lebensgefährlich verletzt. Der Spanier überlebte nur knapp und ist bis heute nicht in der Lage zu arbeiten.
Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft war der Angreifer am Tattag aus Leipzig nach Berlin gereist, um im Namen des sogenannten Islamischen Staats (IS) einen Angriff auf einen Menschen zu begehen. Gezielt habe er sich das Holocaust-Mahnmal unweit des Brandenburger Tors ausgesucht und sich dem IS über eine Messengerkommunikation als Mitglied angedient.
Der 20-Jährige, der 2023 als unbegleiteter, minderjähriger Geflüchteter aus Syrien nach Deutschland kam und in einer Unterkunft in Leipzig wohnte, hatte sich etwa zweieinhalb Stunden nach der Tat am Mahnmal gestellt. Seit seiner Festnahme befindet er sich in Untersuchungshaft. Vor Gericht bat er um Vergebung. Sein Verteidiger hatte sich gegen die Anwendung des allgemeinen Strafrechts ausgesprochen und auf eine Jugendstrafe von sieben Jahren plädiert.





















