Paralympics: Die deutschen Medaillenhoffnungen | sportschau.de | ABC-Z

Der Deutsche Behindertensportverband schickt 40 Aktive sowie acht Guides zu den Paralympics 2026. Hoffnungen auf Medaillen dürfen sich einige von ihnen machen.
Im alpinen Bereich zählt die viermalige Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster zu den großen Favoritinnen. Sie ist das Gesicht des deutschen Para-Skisports und im “Team D”. Die 30-Jährige kam mit einem stark verkürzten linken Oberschenkel auf die Welt und fährt von klein auf Monoski.
Sie kann bereits vier paralympische Goldmedaillen und etliche WM-Titel ihr Eigen nennen. Forster ist damit die erfolgreichste Wintersportlerin im deutschen Team. “2014 war ich das Küken, danach Gold-Kandidatin und große Hoffnung und jetzt die Top-Favoritin”, sagt Forster: “Das macht natürlich schon was mit einem.” Dass sie mit Druck umgehen kann, hat die 30-Jährige aber schon mehrfach bewiesen.
Anna-Maria Rieder ist eine weitere Athletin, die sich Hoffnung auf eine Medaille macht. Die 25-Jährige ist einseitig gelähmt und eine der besten Para-Alpinfahrerinnen der Welt. Nach Bronze vor vier Jahren in Peking schielt sie erneut in Richtung Podium.
Anja Wicker startet im Biathlon und Langlauf
Im Para Biathlon und Para Langlauf ruhen die Hoffnungen auf Anja Wicker, die mit sieben WM-Medaillen im Gepäck nach Italien reist. Die Spiele in Mailand und Cortina sind bereits ihre vierten Paralympics. In Sotschi holte die querschnittsgelähmte Wicker 2014 Gold (Biathlon 10 Kilometer) und Silber (Biathlon (12,5 Kilometer), bei den letzten Paras in Peking gewann sie Bronze über die 10 Kilometer.
Auch Deutschlands Para-Sportlerin des Jahres Johanna Recktenwald, Linn Kazmaier und Leonie Walter haben Chancen auf Edelmetall. Walter ist mit gerade einmal 21 Jahren eines der größten Talente im deutschen Parasport – und hat gleichzeitig schon viel Erfahrung. Die sehbehinderte Freiburgerin gewann 2022 in Peking im Biathlon-Rennen über 10 Kilometer die Goldmedaille und dazu drei Mal Bronze.
Maier will nach Silber in Peking nun Gold
Bei den Männern gehört Biathlet und Langläufer Marco Maier zu den Kandidaten auf die Goldmedaille. Der 26-Jährige wurde mit einer Fehlbildung an der Hand geboren. Vor vier Jahren in Peking gewann Maier Silber im Sprint, bei Weltmeisterschaften konnte er insgesamt drei Mal Gold holen. Wenn es nach ihm geht, soll es in Italien diesmal auch bei Paralympics auf dem Podium ganz nach oben gehen. “Ich will auf jeden Fall eine Medaille. Wenn ich noch einen draufsetzen könnte und Gold hole, wäre das natürlich ein Traum”, sagt Maier.
Langläufer Sebastian Marburger feiert in Mailand & Cortina sein Paralympics-Debüt. “Die Anspannung ist gerade auf einem extrem hohen Niveau”, sagt der 28-Jährige. Zu den Favoriten auf eine Medaille gilt Marburger, dessen Bein 2020 nach einem Motorradunfall amputiert werden musste, trotz Paras-Premiere und Nervosität.
Neben Maier und und Marburger gehören auch Biathlet Nico Messinger und Lennart Volkert (Biathlon und Langlauf) zum Favoritenkreis im Para Ski nordisch.
Quelle: mit Material von sid und dpa





















