Berlin

„Jeder für sich und doch verbinden“ – Neue Skulptur vor den Nordischen Botschaften in Berlin | ABC-Z

Wer Berlin besucht und Kunst, Architektur und internationale Kultur liebt, sollte sich einen besonderen neuen Blickfang nicht entgehen lassen: „Change of Direction“, die eindrucksvolle Skulptur der schwedischen Künstlerin Maria Miesenberger, die im Oktober 2024 anlässlich des 25‑jährigen Jubiläums der Nordischen Botschaften feierlich eingeweiht wurde.

Nordische Botschaften

Ein Kunstwerk, das berührt – Stärke, Verspieltheit und Mut

Die schwebende Figur aus Stahl und Bronze wirkt zugleich kraftvoll und verletzlich. Miesenberger beschreibt sie als eine Gestalt, die „Stärke, Verspieltheit und Mut“ ausstrahlt und gleichzeitig über ihre Entscheidungen und Perspektiven nachdenkt.

Besonders faszinierend ist die Oberfläche: ein stilisiertes Muster, inspiriert vom Hornhautnerv – der Hornhaut als „Fenster des Auges zur Welt“. Die Künstlerin kehrt das normalerweise Verborgene nach außen und schafft so eine „vibrierende Membran“ zwischen Innenwelt und äußerer Realität. Ein starkes Sinnbild für die Herausforderungen unserer Zeit.

Nordische Botschaften
Nordische Botschaften

Maria Miesenberger – eine der bedeutendsten Künstlerinnen Schwedens

Die 1965 in Lund geborene Künstlerin zählt zu den renommiertesten Stimmen der skandinavischen Gegenwartskunst. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit der Fotoserie „Sverige/Schweden“. Seit 1993 wurden ihre Werke in rund fünfzig Einzelausstellungen und zahlreichen Gruppenschauen in Europa und den USA präsentiert.

Typisch für Miesenberger ist ihre Materialvielfalt: textile Stoffe, Aluminium, Bronze, Edelstahl, keramischer Granit oder Glas – jedes Material wird sorgfältig gewählt, um Fragen nach Identität, Körperlichkeit und Menschsein zu erforschen.

Skulptur vor Nordischen Botschaften
Skulptur vor Nordischen Botschaften

Die Nordischen Botschaften – ein architektonisches Highlight in Berlin

Der Botschaftskomplex der fünf nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden ist weltweit einzigartig. Unter dem Motto „Jeder für sich und doch gemeinsam“, geprägt von Königin Margrethe II. bei der Eröffnung 1999, teilen sich die Staaten ein gemeinsames öffentliches Gebäude, das Felleshus, und sind durch ein umlaufendes Kupferband miteinander verbunden.

Das Felleshus ist täglich geöffnet und bietet Besucherinnen und Besuchern:

  • Ausstellungen
  • Kulturveranstaltungen
  • Wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Formate

Ein Café mit nordischem Flair

Ein Ort, der Dialog, Offenheit und nordische Gemeinschaft spürbar macht. Perfekt für Berlin-Besucher: Kunst, Architektur und Geschichte auf einer Route

Wer die Skulptur und die Nordischen Botschaften entdecken möchte, kann dies ideal mit einer der beliebtesten Sightseeing-Routen Berlins verbinden: der lialo‑Tour „Berliner Highlights Hop on Hop off mit dem Bus 100“.

Über den Link zur Tour lässt sich sofort starten – perfekt für alle, die Berlin flexibel und auf eigene Faust erkunden möchten.

Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

Skulptur vor den Nordischen Botschaften
Skulptur vor den Nordischen Botschaften

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