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Pommes frites selber zeugen: So werden sie richtig lecker | ABC-Z

Stand: 02.03.2026 18:15 Uhr

Pommes frites zählen zu den wenigen Gerichten, die fast alle mögen. Mit ein paar Tricks werden sie auch im Ofen oder in der Pfanne richtig knusprig und lecker – auch ohne Airfryer oder Fritteuse.

Außen richtig schön knusprig und innen cremig-weich: Pommes frites sind eine perfekte Beilage und schmecken zu Schnitzel, Fischfilet oder Veggie-Burger gleichermaßen gut. Mit Ketchup oder anderen Dips sind sie ein leckerer Snack. Statt die beliebten Kartoffelstäbchen als Tiefkühlware zu kaufen oder von der Imbissbude zu holen, kann man sie auch selbst machen. Das schmeckt nicht nur besonders gut, sondern spart auch Geld, denn Kartoffeln zählen zu den günstigen Lebensmitteln. Weiterer Vorteil: Wer mag, bereitet die Pommes ohne Fett zu und spart auf diese Weise einiges an Kalorien.

Pommes selber machen – so geht’s

Ein Körbchen mit frisch zubereiteten Pommes frites, im Hintergrund ein Schälchen mit Ketchup.

Vor dem Frittieren kann man die Pommes einige Minuten in kaltes Wasser legen.

Für die Zubereitung am besten festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln verwenden – sie werden besonders knusprig. Bei einer mehligen Kartoffelsorte werden die Pommes-Stäbchen innen cremiger. Lieber etwas größere Exemplare wählen, sie lassen sich besser in die typische Form schneiden.

Zunächst schälen, kurz abbrausen, abtropfen lassen und in etwa ein Zentimeter breite Stifte oder nach Belieben in eine andere Form schneiden. Dabei darauf achten, dass alle Pommes ähnlich dick sind, damit sie die gleiche Garzeit haben. Die Pommes einige Minuten in kaltes Wasser legen. Sie werden dadurch knuspriger, da das Wasser ihnen Stärke entzieht. Anschließend mit Küchenpapier trocknen.

Pommes in der Fritteuse zubereiten

Eine Portion Pommes frites schwimmt in einer Fritteuse.

Durch doppeltes Frittieren werden Pommes besonders knusprig.

Besonders einfach ist die Zubereitung mit in einer traditionellen Fritteuse. Als Frittierfette eignen sich raffinierte Öle, etwa raffiniertes Raps-, Erdnuss oder Sonnenblumenöl. Mit dem Frittieröl nicht sparen: Laut Faustregel benötigt man für 100 Gramm Frittiergut etwa einen Liter Öl.

Das Fett zunächst auf eine Temperatur bis etwa 140 Grad erhitzen, denn für einen besonderen Knuspereffekt empfiehlt es sich, die Pommes doppelt zu frittieren. Den Frittierkorb mit den Pommes hineingeben und diese einige Minuten angaren. Herausholen, kurz abkühlen lassen und anschließend bei etwas höheren Temperaturen von ungefähr 160 bis maximal 175 Grad erneut frittieren.

Die Temperatur am besten mit einem Fritteusen-Thermometer messen. Alternativ ein Holzstäbchen in das Fett halten: Wenn sich um das Holz herum kleine Bläschen bilden, die nach oben steigen, sind etwa 160 Grad erreicht. Das Fett sollte nicht deutlich heißer werden, da sich sonst gesundheitsschädliches Acrylamid bilden kann.

Pommes im Airfryer zubereiten

Eine Heißluftfritteuse steht auf einer Arbeitsplatte in der Küche.

Mit einer Heißluftfritteuse ist die Zubereitung einfach und vor allem fettarm.

Mit einer Heißluftfritteuse lassen sich Pommes besonders fettarm zubereiten. Auch hier die geschnittenen Pommes zunächst einige Minuten wässern, damit die Stärke austritt. Anschließend abtrocknen, mit wenig Öl vermischen und in den dafür vorgesehenen Korb füllen. Je nach Modell und gewünschtem Bräunungsgrad dauert das Frittieren zwischen 12 und 25 Minuten.

Wichtig: Den Frittierkorb nicht überfüllen, denn sonst garen die Pommes nicht gleichmäßig, da die Luft nicht optimal zirkulieren kann. Zwischendurch sollte man zudem den Frittierkorb regelmäßig schütteln oder die Pommes gründlich bewegen. Einige Modelle besitzen dafür einen eigenen Mechanismus.

Pommes frites in der Pfanne zubereiten

Statt einer Fritteuse kann man für die Pommes-Zubereitung auch eine Pfanne benutzen. Allerdings lassen sich dann immer nur kleinere Mengen gleichzeitig frittieren. Nur so viele Pommes hineingeben, dass sie sich möglichst wenig berühren und darauf achten, dass das Fett nicht zu heiß wird. Der Pfannenboden sollte vollständig mit Frittierfett bedeckt sein. Die Pommes etwa vier Minuten frittieren, bis sie eine schöne goldgelbe bis goldbraune Farbe haben.

Nach dem Frittieren überschüssiges Fett auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Erst dann würzen und salzen. Für klassische Pommes eignen sich Paprikapulver und Meersalz besonders gut, für eine mediterrane Variante kann man zusätzlich getrocknete Kräuter wie Thymian, Oregano und Rosmarin hinzufügen.

Fettarm und knusprig: Pommes und Wedges aus dem Ofen

Kartoffel-Wedges in einem mit Backpapier ausgelegtem Sieb.

Wedges eignen sich besonders gut für die Zubereitung im Ofen.

Im Ofen lassen sich Pommes ebenfalls fettarm zubereiten. Dazu in Stifte schneiden, wässern, damit ein Teil der Stärke entweichen kann, und abtrocknen. Statt zu Stiften kann man die Kartoffeln alternativ auch zu Wedges, also Kartoffelspalten, verarbeiten. Dazu die Kartoffeln vierteln oder sechsteln, das Wässern entfällt. Je nach Geschmack kann die Schale dran bleiben – dann allerdings vorher gut abwaschen.

Mit Öl sowie Gewürzen, etwa Pfeffer und Paprikapulver, vermischen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Wenn die Pommes besonders knusprig werden sollen, das Salz erst nach dem Garen dazugeben. Bei circa 200 Grad (Umluft) 20 bis 30 Minuten backen. Zwischendurch wenden, damit sie gleichmäßig bräunen.

Süßkartoffel-Pommes zubereiten

Auch Süßkartoffeln lassen sich hervorragend zu Pommes frites verarbeiten. Sie werden im Backofen oder in der Fritteuse allerdings eher weich als knusprig. Am besten die geschnittenen Stäbchen vor dem Garen mit etwas Speisestärke bestäuben, das macht sie knuspriger.

Rezepte für Pommes und Wedges

Pommes frites mit Käse-Chilisoße auf einem Teller serviert.

Knusprige Pommes ohne viel Fett und Fritteuse: Zora Klipp zeigt, wie man sie im Ofen zubereitet. Dazu passt scharfe Soße.

Ein Schälchen Pommes steht auf einem Holzbrett.

Vor dem Garen werden die Pommes frites ein paar Minuten in Wasser gelegt – so werden sie schön knusprig.

Ein Teller mit Kürbis-Pommes und Joghurt-Dip.

Gesundes Fingerfood: Die Low-Carb-Pommes mit Gemüse-Sticks sind ein toller Partysnack oder ein leichtes Mittagsgericht.

Ein Teller mit Geflügelspieße und Süßkartoffelspalten und ein Schälchen mit Erdnusssoße stehen auf dem Tisch.

Die Wedges werden aus Süßkartoffeln oder Kürbis zubereitet. Für ein besonderes Aroma sorgt die asiatisch inspirierte Soße.

Hähnchen-Cordon Bleu mit bunten Pommes

Für diesen leckeren Klassiker füllt Zora Klipp Hühnerbrüste mit Kochschinken und würzigem Bergkäse.

Pfannenkartoffeln mit roter und weißer Soße auf einem Teller serviert.

Eine Alternative zu Pommes rot-weiß. Die Kartoffelhälften brät Rainer Sass langsam in der Pfanne, bis sie knusprig sind.

Kartoffeln in einer Schale, dahinter ein Schneidebrett und ein Messer.

Gekocht, gebraten, gebacken oder püriert: Welche Kartoffelsorten sind wofür geeignet? Rezepte und Tipps rund um die Knolle.

Fernsehköchin Zora Klipp (l.) und Konditormeisterin Theresa Knipschild (r.).

Zora Klipp und Theresa Knipschild zeigen, wie man Döner, Pommes und Brownies einfach und preiswert zu Hause zubereitet.

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