Statistisches Bundesamt: Frauen sind selten Hauptverdiener – Wirtschaft | ABC-Z

Laut dem Statistischen Bundesamt erzielt nur in knapp zehn Prozent der Paarhaushalte die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner. Bei knapp 56 Prozent der zusammenlebenden Paare war der Mann der Hauptverdiener. In gut 34 Prozent der Fälle lagen die Einkommen in etwa gleichauf. Als Haupteinkommensperson gilt, wer mit seinem persönlichen Nettoeinkommen 60 Prozent oder mehr zum Gesamteinkommen des Paares beiträgt.
Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt ist das Ungleichgewicht weniger stark ausgeprägt, aber immer noch deutlich. In gut elf Prozent dieser
Paarhaushalte hatte die Frau das höhere Einkommen,
in gut 50 Prozent der Mann. Bei knapp 39 Prozent der kinderlosen Paare hatten beide ein in etwa gleich hohes Einkommen.
In Paarfamilien mit Kindern im Haushalt sind Frauen noch seltener die Hauptverdienerin: Hier liegt der Anteil bei nur 7,7 Prozent. In fast 65 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern war dagegen der Mann der Hauptverdiener. In knapp 28 Prozent der Fälle hatten beide Partner ein ähnlich hohes Einkommen.
Die Statistiker führten die größeren Einkommensunterschiede bei Paaren mit Kindern auch auf die unterschiedliche Erwerbstätigkeit zurück. „Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen“, hieß es. „Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit.“
Insgesamt hat sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bei den Einkommen in den vergangenen Jahren kaum verändert. Der Anteil der Hauptverdienerinnen etwa ist leicht gesunken – von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf 9,9 Prozent im Jahr 2025.





















