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Emil Nolde Museum Seebüll: Jede Saison neue Bilder | ABC-Z

Video:
Wie Emil Nolde die Welt sah – Neue Ausstellung in Seebüll (3 Min)

Stand: 26.02.2026 13:50 Uhr

Das frühere Wohnhaus des expressionistischen Malers Emil Nolde im nordfriesischen Seebüll ist heute ein Museum. Es zeigt jährlich von März bis Oktober wechselnde Ausstellungen.

1927 kamen Emil Nolde (1867-1956) und seine Frau Ada nach Seebüll, einem Teil der kleinen Gemeinde Neukirchen nahe der dänischen Grenze. Dort, im heutigen Nordfriesland, erwarb er eine Warft und ließ darauf – im bewussten Kontrast zur traditionellen Architektur der Region – nach eigenen Entwürfen ein modernes Wohnhaus mit Atelier errichten. Zahlreiche seiner Werke, wie auch die sogenannten ungemalten Bilder, entstanden dort.

Jährlich wechselnde Ausstellung

Die aktuelle Ausstellung zeigt Werke, die sich mit den Grundfragen menschlicher Existenz beschäftigen.

Obwohl er als “entarteter Künstler” galt, blieb Nolde NS-Parteimitglied und überzeugter Nationalsozialist. Nach seinem Tod 1956 wurde Seebüll Teil einer Stiftung und steht seitdem Besuchern als Museum offen. In jeder Saison präsentiert die Stiftung dort von März bis Ende Oktober eine neue Ausstellung mit Werken des Künstlers, die einen neuen, frischen Blick auf sein Schaffen geben soll.

2026 steht die 70. Jahresausstellung unter dem Titel “‘Beziehungen zwischen Menschen, Natur und Kunst”. Sie zeigt die Auseinandersetzung Noldes mit den Grundfragen menschlicher Existenz. 37 Werke sind erstmals in Seebüll zu sehen.

Noldes Wohnhaus und Atelier besichtigen

Das Nolde Museum besteht aus mehreren Teilen: dem historischen Noldehaus, dem Staudengarten sowie einem modernen Gebäude, das eine biografische Ausstellung zu Noldes Leben zeigt. Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus hat der Künstler selbst entworfen – in einer für die damalige Zeit sehr modernen Architektur. Die Wohnräume im Erdgeschoss sind noch original möbliert und wurden umfassend renoviert.

Staudengarten – Blütenpracht und satte Farben

Blick aus dem historischen Garten auf das ehemalige Nolde-Wohnhaus, heute Teil des Museums.

Vom Garten fällt der Blick auf das ehemalige Wohnhaus des Künstlers.

Nolde liebte die Farben von Blumen und legte überall, wo er sich niederließ, einen Garten an. Blütenpracht und Grün inspirierten den Künstler und dienten ihm als Motiv für seine zahlreichen Garten- und Blumenbilder. In Seebüll schufen Nolde und seine Frau Ada einen besonders prächtigen Staudengarten, von April bis Oktober blühen dort unter anderem Schwertlilien, Rittersporn, Sonnenbraut, Lupinen und Storchschnabel. Die Gestaltung der Wege in Form der Buchstaben A und E (für Ada und Emil) ist bis heute erhalten.

Nolde Museum Seebüll

Seebüll 31
25927 Neukirchen
Tel. (04664) 98393-0
Öffnungszeiten
1. März bis 31. Oktober

Weitere Informationen auf der Website des Museums

Kurzbiografie Emil Nolde

Wichtige Stationen im Leben des Malers:

Ein Gebäude mit vielen Glasfenstern.

Bei der Jahresausstellung “Malermensch’ in Berlin” im Nolde Museum Seebüll stehen die Lebenswelten des Malers im Mittelpunkt.

 Nolde Stiftung Seebuell

An seinem letzten Wohnort Seebüll geben jährlich wechselnde Ausstellungen umfassenden Einblick in das Werk Emil Noldes.

Besucherinnen in einem Ausstellungsraum in Haus Seebüll 1960

Besucher können im ehemaligen Haus des Künstlers seine Werke in einem Museum bewundern. (Video ohne Ton)

Der deutsche Maler und Graphiker Emil Nolde (Porträtfoto, um 1917)

Norddeutsche Landschaften sind ein Schlüsselmotiv im Werk des Malers. Fragen wirft sein Verhältnis zum Nationalsozialismus auf.

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