Politik

Proteste nahe US-Vertretungen in Pakistan und Irak – neun Tote – Politik | ABC-Z

Neun Tote nach Auseinandersetzungen nahe US-Konsulat in Karachi – Proteste in Bagdad 

In Pakistan sind bei Protesten vor einem US-Konsulat wegen des Tods des geistlichen Oberhaupts Irans, Ajatollah Ali Chamenei, neun Menschen ums Leben gekommen. Vor dem US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karachi kam es der Polizei zufolge zu Zusammenstößen. Demonstranten hätten ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Polizei habe sie ​zurückgedrängt.

„Wir haben mindestens neun Leichen erhalten“, bestätigte Jasso Ram, Sprecher des Zivilkrankenhauses von Karatschi, der Deutschen Presse-Agentur. Demnach könne die Zahl der Opfer noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt worden waren, würden behandelt. Der Leiter einer der größten Rettungsdienste der Stadt, Faisal Edhi, bestätigte, dass seine Organisation mindestens sieben Leichen ins Krankenhaus gebracht habe.

Aufnahmen in Netz sollen zeigen, wie Demonstranten mit Stöcken und Steinen Fenster einschlugen. Die Polizei setzte nach Behördenangaben Tränengas und Schlagstöcke ein. Demonstranten skandierten Parolen gegen die USA und marschierten in Richtung des Konsulatsviertels, wo sie versuchten, in das Gelände einzudringen, wie es hieß. Unterdessen verschärften die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in Pakistans Hauptstadt Islamabad. Straßen zur sogenannten Roten Zone mit Botschaften und wichtigen Regierungsgebäuden wurden gesperrt.

Demonstranten hatten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. 

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