Nach Tod von Ali Chamenei – Iraner feiern die ganze Nacht in Berlin | ABC-Z

Am Samstagmorgen hat Israel mit Unterstützung der USA den Iran angegriffen. Wegen der aktuellen Lage im Iran und Nahen Osten zogen am Sonnabend zahlreiche Iranerinnen und Iraner in einem Demonstrationszug durch Berlin. Nach der Meldung vom Tod des obersten iranischen Führers Ali Chamenei feierten viele bis tief in die Nacht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, vermeldete aber keine größere Vorkommnisse. Ein Polizeisprecher sprach von „friedlichen Freudentänzen an verschiedenen Orten in der Stadt“.
Polizeieinsatz in Berlin: Deutlich weniger Demonstranten als erwartet
Die Berliner Polizei hatte am Sonnabend mit einem Großdemonstrationszug in Mitte gerechnet. In der Spitze waren aber rund 1600 Demonstranten unterwegs und damit deutlich weniger, als von der Polizei aufgrund vorheriger Proteste angenommen. „Danke, Präsident Trump“ und „USA, USA“ skandierten die Demonstranten am Nachmittag vor der US-Botschaft in Berlin.

Die Teilnehmer der Iran-Demo in Berlin erreichten am Nachmittag die US-Botschaft und skandierten „Danke, Präsident Trump“ sowie „USA, USA!“Iraner demonstrieren in Berlin.
© Dennis Meischen | Dennis Meischen
Auf der Plattform X teilte die Polizei mit, dass sie mit rund 450 Polizisten in Mitte im Einsatz war. Zwar war der Zug „Freiheit für Iran. Protest gegen Falsche Information von ARD und ZDF“ schon vor der US-Militäroperation „Epischer Zorn“ im Iran mit knapp 3000 Teilnehmern angekündigt. Durch die Eskalation am Morgen war jedoch mit deutlich mehr Menschen gerechnet worden, die sich auf den Weg machen könnten.

Iran-Demo in Berlin: Ausgelassene Stimmung auf dem Potsdamer Platz
Die Stimmung bei der Iran-Demo war ausgelassen, berichtete ein Reporter der Berliner Morgenpost. Demnach wurde gejubelt, gefeiert und zu lauter Musik getanzt. Die Menschen schwenkten die Fahnen der iranischen Monarchie, aber auch deutsche, israelische und US-amerikanische Flaggen waren zu sehen. Auch am Neptunbrunnen in Mitte demonstrierten nach Polizeiangaben 160 Personen, vor der iranischen Botschaft waren es rund 30.
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Die Demonstranten danken dem US-Präsidenten Trump vor der US-Botschaft. #morgenpost pic.twitter.com/CT7uuXShYH
— Dennis Meischen (@DennisMeischen) 28. Februar 2026
Vorsorglich hatte die Berliner Polizei zusätzlich Einsatzkräfte mobilisiert, sagte eine Sprecherin der Polizei. „Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden“, hieß es von der Polizei. Sensible Orte wie etwa israelische oder jüdische Objekte stünden im Fokus.
Der Demonstrationszug startete vom Potsdamer Platz und zog am Brandenburger Tor vorbei über das Reichstagsufer und die Friedrichstraße zur US-Botschaft. Die Demonstration wurde von iranischen Oppositionellen getragen, die sich auf den politischen Übergangsplan des Shah-Sohns Reza Pahlavi beziehen.

Die Anzahl der Berliner und Berlinerinnen, die nach der Eskalation in Nahost auf die Straße gehen, war am Nachmittag noch überschaubar.
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Knapp 14.000 Menschen mit iranischer Staatsangehörigkeit leben in Berlin, ein Großteil davon Oppositionelle und Regime-Gegner. Zählt man Iran-Deutsche hinzu, wird die Größe der Community auf zwischen 20.000 und 25.000 geschätzt.
Seit dem Morgen fliegt das US-Militär Angriffe auf den Iran
Das Mullah-Regime steht seit dem frühen Morgen unter Druck. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Amerikaner Angriffe auf den Iran fliegen. Auch Cyberattacken wurden gemeldet. „Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu beschützen, in dem wir unmittelbare Bedrohungen seitens des iranischen Regimes beseitigen“, erklärte der Präsident in einer Videobotschaft bei Truth Social. Offenbar zielen die Angriffe auf Militärapparate. Auch die Atomanlagen sollen erneut im Visier sein.
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Er forderte das iranische Volk auf, „die Macht in Ihrem Land zu übernehmen“, sobald die Militäraktion abgeschlossen sei. „Dies wird wahrscheinlich Ihre einzige Chance seit Generationen sein“, sagte er. Das Regime in Teheran wiederum reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die mit den USA verbündeten Golfstaaten Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Derweil streicht der Hauptstadtflughafen BER wegen des Krieges im Iran Flugverbindungen in den Nahen Osten. Wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigte, wurden die Flüge nach Tel Aviv wegen der Sperrung des dortigen Luftraums gestrichen. Das betrifft auch die Verbindungen nach Dubai, Doha und Dschidda. Von dort kehren derzeit erste Maschinen zurück nach Berlin. Für die nächsten Tage wird mit weiteren Beeinträchtigungen gerechnet. „Wir versuchen die Veränderungen schnellstmöglich in unserem Flugplan zu spiegeln“, so der Sprecher. „Erste Ansprechpartner für betroffene Passagiere sind aber die Fluggesellschaften.“





















