Gesundheit

Sex: Forscher finden hervor, zu welcher Jahreszeit die Spermienqualität am besten ist |ABC-Z

Nicht nur Alter und Lebensstil zählen: Auch die Jahreszeit beeinflusst die Fruchtbarkeit. In welchen Monaten Spermien besonders fit sind – und was für die Hoden als kritische Temperaturgrenze gilt.

Gesundes Sperma enthält viele, aktive und normal förmige Spermien. Diese Faktoren sind nicht festgelegt und können sich je nach Lebensstil ändern. Wie aktiv die Spermien sind, wird jedoch auch von den Jahreszeiten beeinflusst, berichten Forscher in einer neuen Studie. Die Untersuchung wurde kürzlich im Magazin „Reproductive Biology and Endocrinology“ veröffentlicht.

Die Studie umfasst Daten von über 15.000 Männern zwischen 18 und 45 Jahre, die sich in Dänemark und Florida als Samenspender bewarben. Die Daten zeigten, dass es je nach Saison Schwankungen der Samenzellen gibt, die sich aktiv und geradlinig oder in großen Bögen vorwärts bewegen.

Diese sogenannten progressiv motile Spermien und die essenziell für die Befruchtung einer Eizelle sind. Besonders viele dieser Spermien waren in den warmen Monaten Juni und Juli vorzufinden. In den kälteren Monaten, Dezember und Januar, waren weniger dieser aktiven Spermien im Ejakulat enthalten.

Das Forschungsteam vermutet, dass die Spermienqualität von dem Lebensstil oder der Umwelt abhängen, die die jeweilige Saison prägen. Da es in Florida das ganze Jahr über warm ist, vermuten die Forscher einen geringen Einfluss der Temperatur auf die Spermienaktivität.

Die optimale Temperatur im Hoden – wo die Spermien gespeichert werden – sollten zwei bis vier Grad niedriger sein als die durchschnittliche Körpertemperatur von 37 Grad. Werte, die darüber oder darunter liegen, können die Spermienbeweglichkeit negativ beeinflussen und somit die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Professor Allan Pacey von der Universität Manchester, der die Studie mitverfasst hat, sagt gegenüber der BBC: „Wir waren erstaunt darüber, wie ähnlich das saisonale Muster in zwei völlig unterschiedlichen Klimazonen war.“ Und weiter: „Selbst in Florida, wo die Temperaturen warm bleiben, erreichte die Spermienmotilität im Sommer ihren Höhepunkt und sank im Winter, was uns zeigt, dass die Umgebungstemperatur allein diese Veränderungen wahrscheinlich nicht erklären kann.“

Er fügte hinzu: „Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung saisonaler Schwankungen bei der Beurteilung der Samenqualität. Sie zeigt auch, dass saisonale Schwankungen der Spermienmotilität selbst in warmen Klimazonen auftreten. Diese Erkenntnisse vertiefen unser Verständnis der männlichen Reproduktionsgesundheit und können dazu beitragen, die Fruchtbarkeitsergebnisse zu verbessern.“

ly

Back to top button