Neue Umfrage zeigt großen Zuspruch | ABC-Z

In einer aktuellen Umfrage des ZDF-„Politbarometers“ spricht sich eine deutliche Mehrheit für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. Positiv äußerten sich dazu 81 Prozent der Befragten, negativ lediglich 17 Prozent. Eine klare Zustimmung gab es quer durch alle Altersgruppen, am stärksten (84 Prozent) aber bei den 18- bis 34-Jährigen. Kinder und Jugendliche selbst wurden jedoch nicht befragt.
Seit mehreren Wochen schwelt die Debatte um schärfere Regeln für Facebook, Instagram, Tiktok, Whatsapp & Co. Bereits vor dem CDU-Parteitag am vergangenen Wochenende war eine mögliche Gesetzesänderung heiß diskutiert worden. Die Unionsmitglieder sprachen sich am Samstag für ein Verbot bis zum 15. Lebensjahr aus.
Tatsächlich dürfen Kinder bestimmte soziale Netzwerke bereits erst ab einem gewissen Alter nutzen. Die Nutzungsbedingungen von Meta (Facebook und Instagram) lassen dies offiziell ab 13 Jahren zu. Doch musste auch der Unternehmenschef Mark Zuckerberg kürzlich zugeben, dass schon jüngere Kinder seine Plattformen nutzen. Sollten diese Profile auffallen, würden sie seiner Aussage zufolge entfernt werden.
Zuckerbergs Statements kamen im Zuge eines Prozesses in den USA ans Licht. Dort verklagte eine 20-Jährige Meta und Google aufgrund des hohen Suchtpotenzials. Sie führt ihre Depressionen und Angstzustände auf den Konsum der Plattformen wie Instagram und YouTube zurück.

Es sind insbesondere die süchtig machenden Algorithmen, die viele Menschen, als Argument gegen ein allgemeines Verbot von Social Media für Kinder ins Feld führen. Stattdessen sei es die Aufgabe der Politik, die Unternehmen dazu zu bringen, die Plattformen gänzlich sicherer zu machen – anstatt sie nur zu verbieten.

Unionsparteien führen in aktueller Sonntagsfrage vor AfD und SPD
Neben dem Themenkomplex Social Media wurde in der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen auch wieder die Sonntagsfrage gestellt: Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, würden 26 Prozent für die Unionsparteien stimmen. Auf dem zweiten Platz folgt die AfD mit weiterhin 24 Prozent.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Für die SPD werden wie bereits in der vorherigen Umfrage 15 Prozent der Stimmen vorhergesagt. Die Grünen verschlechtern sich um einen Punkt auf zwölf Prozent. Die Linkspartei verbessert sich um einen Punkt auf elf Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde, darunter auch BSW und FDP.

Die regierende schwarz-rote Koalition hätte damit bei einer Neuwahl des Bundestages keine Mehrheit. Möglich wären Dreierkonstellationen. Da alle übrigen Parteien Bündnisse mit der AfD ausschließen und die CDU/CSU zudem mit der Linkspartei, käme dafür rechnerisch allerdings nur eine Koalition aus Union, SPD und Grünen infrage. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 24. bis 26. Februar repräsentativ 1262 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde je nach Prozentzahl mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.
mit afp





















