Lange An- und Abreisen: Streik im ÖPNV – Was Fans am Wochenende beachten müssen | ABC-Z

Warnstreik im ÖPNV und gleichzeitig hunderttausende Zuschauer bei Sportevents – die Anreise zu Stadien und Arenen dürfte für viele Fans am Wochenende schwierig werden.
Der 1. FC Kaiserslautern hat nach wie vor viele Fans in Rheinland-Pfalz, offenbar auch bei der örtlichen Vertretung der Gewerkschaft Verdi: Der fürs Wochenende eigentlich bundesweit ausgerufene Streik im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) wird in Kaiserslautern am Samstagmorgen ausgesetzt. Rechtzeitig für den Anpfiff des Zweitligaspiels zwischen dem FCK gegen den SC Paderborn, damit die Fans mit dem Bus auf den Betzenberg fahren können, wie Verdi mitteilte.
An vielen anderen Bundesliga-Standorten werden die Fußball-Fans bei der Anreise am Wochenende aber improvisieren müssen. Der Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn sowie die S-Bahnen sind von dem Warnstreik, der bis Samstagabend gelten soll, nicht betroffen. Doch im kommunalen Nahverkehr, bei den Bussen und Bahnen, mit denen die Fans in vielen Städten zum Stadion weiterreisen, wird nichts gehen.
Viele Klubs empfehlen den Fans deshalb im Vorfeld, das letzte Stück zum Stadion möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wer mit dem Auto anreist, sollte das früh tun – und beim Parken auch auf weiter entfernte Stellflächen ausweichen.
80.000 Fans beim Klassiker in Dortmund, plus Leichtathletik-DM und Techno-Party
Am Samstagabend (18.30 Uhr) kommt es in Dortmund zum “Klassiker” zwischen dem BVB und dem FC Bayern, vor 80.000 Fans. Zu Fuß sind es vom Dortmunder Hauptbahnhof bis zum Westfalenstadion rund 40 Minuten. Der BVB rät allen Stadionbesuchern zu einer möglichst frühzeitigen Anreise. Erschwerend hinzu kommt, dass ein Teilstück der Autobahn 2 rund um Dortmund vollgesperrt ist, außerdem gibt es am Samstag mit der Leichtathletik-DM und einem Techno-Event in der benachbarten Westfalenhalle zwei weitere Großereignisse.
Schon bei den Spielen am Freitagabend könnte es chaotisch werden: In Augsburg, wo der 1. FC Köln zum Auftakt des 24. Spieltag gastiert, haben die örtliche Stadtwerke angekündigt, dass die rund 940 Leihfahrräder des Unternehmens kostenlos genutzt werden können, über eine Handy-App. In Augsburg spielen am Abend zudem auch die Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga gegen München.
West-Duell in Düsseldorf – Notfall-Fahrplan der Rheinbahn
In Düsseldorf empfängt die Fortuna am frühen Freitagabend den VfL Bochum zum West-Duell. Das Stadion liegt weit entfernt vom Hauptbahnhof am nördlichen Stadtdrand der NRW-Landeshauptstadt, wie die Düsseldorfer Rheinbahn mitteilte, soll die U-Bahn-Linie zum Stadion aber im im Zehn-Minuten-Takt fahren.
Auch in Fürth, wo am Samstagabend Zweitliga-Spitzenreiter Schalke 04 ist, haben die örtlichen Verkehrsbetriebe einen Notfall-Fahrplan zum Stadion am Ronhof angekündigt, zusätzlich fahren Busse privater Unternehmen.
Shuttle-Service in Leverkusen und Mönchengladbach nicht betroffen
Weniger kritisch wird es am Wochenende an den Bundesliga-Standorten, die für den Weg zwischen Bahnhof und Stadion Shuttle-Busse einsetzen, die nicht direkt von den kommunalen ÖPNV betrieben werden.
In Mönchengladbach, wo beim Spiel der Borussia am Samstagnachmittag gegen Union Berlin mehr als 50.000 Fans erwartet werden, kommen wie üblich die Busse vom Hauptbahnhof und vom Bahnhof zum Einsatz. Auch in Leverkusen verkehrt der Shuttle-Service zur BayArena wie gewohnt, am Samstag empfängt die Werkself den 1. FSV Mainz 05.





















