Bezirke

Hohenlinden bekommt wieder einen Arzt und eine Apotheke – Ebersberg | ABC-Z

Da werden viele Menschen in Hohenlinden aufatmen: Wie die Gemeinde mitteilt, wird es wieder eine Hausarztpraxis und eine Apotheke am Ort geben. Für beide Initiativen habe man Kooperationspartner gefunden.

Bereits seit rund zehn Jahren wird in Hohenlinden sowohl eine Hausarztpraxis als auch eine Apotheke schmerzlich vermisst. Nachdem eine jahrzehntelang praktizierende Medizinerin in den Ruhestand gegangen war, hatte zunächst eine Praxis aus einem Nachbarort übergangsweise die Versorgung übernommen. Doch das ist inzwischen Geschichte. Nahezu parallel hatte 2016 zudem die einzige Apotheke in dem Ort mit gut 3000 Einwohnern dicht gemacht.

Unter tatkräftiger Mitarbeit des Seniorenbeirates, federführend war Dieter Günther, ist es der Gemeinde gelungen, einen Kooperationspartner für die Neuansiedlung einer Hausarztpraxis zu gewinnen. Zuvor habe man, unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen und planerischen Vorgaben der kassenärztlichen Vereinigung Bayern, eine Zulassung beantragen müssen. Diese sei jedoch inzwischen erteilt, „der Kooperationspartner steht somit in den Startlöchern“, schreibt die Gemeinde.

Dem Erfolg vorausgegangen sei außerdem eine Beratung durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel. „Gemeinsam ist daraus eine Bewerbungskampagne der Gemeinde Hohenlinden entstanden, die uns über die Portale des bayerischen Hausarztverbandes zu unserem Kooperationspartner geführt hat.“

Die ehemalige Praxis steht laut Gemeinde leider nicht mehr zur Verfügung, der Kooperationspartner habe aber bereits potenzielle Räume besichtigt, erste Umbaumaßnahmen seien abgestimmt. „Die Eröffnung der neuen Hausarztpraxis in Hohenlinden könnte im zweiten bis dritten Quartal 2026 stattfinden.“ Langfristig sei angedacht, diese in das Gebäude des neuen Lebensmitteleinzelhandels an der Lagerhausstraße zu integrieren.

Auch für eine neue Apotheke habe man einen Kooperationspartner gefunden, schreibt das Rathaus. Dieser werde mangels geeigneter Räume allerdings zunächst nur mit einem Versorgungsterminal präsent sein. Dort könnten E-Rezepte eingelesen werden, im Anschluss gebe es die Möglichkeit, sich die Arzneimittel liefern zu lassen. Der Start des Terminals werde spätestens im zweiten Quartal dieses Jahres erfolgen. Längerfristig sei geplant, eine stationäre Apotheke ebenfalls in einem Gebäude der künftigen Einkaufsmöglichkeiten an der Lagerhausstraße zu eröffnen. Die Vorgespräche zwischen Apotheker und Investor sind laut Gemeinde bereits in vollem Gange.

Back to top button