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ÖPNV-Streik in München: Diese Linien am Freitag sind trotzdem im Einsatz – München | ABC-Z

Seit 3.30 Uhr läuft der erneute Streik im öffentlichen Nahverkehr, zu dem die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt in 13 bayerischen Städten aufgerufen hat. Auch München ist betroffen, bis zum frühen Sonntagmorgen werden U-Bahnen, Trams und Busse, die von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betrieben werden, weitgehend stillstehen. Die S-Bahn München und Regionalbusse sind vom Streik nicht betroffen.

Bei der U-Bahn gibt es Stand 8 Uhr Betrieb im Abschnitt Fürstenried West – Implerstraße – Sendlinger Tor – Münchner Freiheit – Fröttmaning. Die Bahnen fahren im Zehn-Minuten-Takt. Weitere Linien sind derzeit nicht in Betrieb.

So fahren Tram-Linien und Busse

Bei der Tram fährt die Linie 20 ebenfalls im Zehn-Minuten-Takt, die Linie 25 im 20-Minuten-Takt.

Ob weitere U-Bahn und Tram-Linien den Betrieb aufnehmen ist von der Anzahl möglicher Fahrerinnen und Fahrer abhängig, die sich gegebenenfalls noch zum Dienst melden.

Am meisten Betrieb herrscht, wie auch bei früheren Streiks, bei den Bussen, weil private Busunternehmen, die für die MVG im Einsatz sind, nicht bestreikt werden. Insgesamt die Hälfte der Fahrzeuge, die normalerweise fahren würden, ist hier im Einsatz. Alle Linien werden bedient, wenn auch stark eingeschränkt.

Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182.

Bei den Busssen sind trotz Streiks etwa die Hälfter der Fahrzeuge im Einsatz. (Foto: Stephan Rumpf)

Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.

Die MVG weist darauf hin, dass auf allen Linien mit längeren Wartezeiten und einer hohen Auslastung in den Fahrzeugen zu rechnen ist und empfiehlt, wo es möglich ist, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice zu nutzen. Über den aktuellen Stand der Betriebslage informiert die MVG etwa stündlich.

Fahrrad und E-Scooter dürften heute der schnellste Weg sein, sich im Münchner Verkehr fortzubewegen.
Fahrrad und E-Scooter dürften heute der schnellste Weg sein, sich im Münchner Verkehr fortzubewegen. (Foto: Stephan Rumpf)

Darum geht es bei dem Streik

Verdi fordert in dem Tarifstreit für die etwa 9000 Mitarbeitenden in mehr als 20 Unternehmen im öffentlichen Nahverkehr Bayerns eine Lohnsteigerung von 668,75 Euro im Monat, die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und höhere Zuschläge, etwa bei Schichten am Wochenende. Die Arbeitgeberseite bezeichnet diese Forderungen als „realitätsfern“ und verweist auf die klammen Kassen der Kommunen. In der ersten Verhandlungsrunde beinhaltete das Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands in Bayern eine Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

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