Wirtschaftsweise Schnitzer warnt vor „Kostenfalle“ | ABC-Z

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat die Pläne der Regierungskoalition für ein neues Heizungsgesetz scharf kritisiert. Die Öffnung für Gas- und Ölheizungen bringe „neue Unsicherheiten“, sagte die Münchner Ökonomin dieser Redaktion. Es sei überhaupt nicht absehbar, ob klimafreundliche Brennstoffe künftig zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar seien. Außerdem werde der europäische Emissionshandel fossiles Heizen deutlich verteuern. Gas- und Ölheizungen könnten sich deshalb „in der längeren Frist als Kostenfalle erweisen“.
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Die Unsicherheit könne man abbauen, „indem man den Umstieg auf die klimafreundlichen Technologien verlässlich günstiger macht, durch Abbau bürokratischer Hürden, auch bei der Förderung“, schlug Schnitzer vor. „Dies würde es den Heizungsbauern und der Heizungsindustrie erleichtern, ihre Stückzahlen hochzufahren und dadurch die Preise endlich senken zu können.“

Union und SPD wollen das von der Ampel und maßgeblich vom früheren Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorangetriebene Gebäudeenergiegesetz grundlegend reformieren. Zentrale Vorgaben des „Heizungsgesetzes“ sollen gekippt werden. Eckpunkte für eine Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.
Unterdessen kam von den deutschen Wärmepumpenherstellern Unterstützung für die Reform des Heizungsgesetzes. „Als Industrie begrüßen wir in erster Linie einmal die Einigung auf die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), Kai Schiefelbein, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Schiefelbein ist auch Geschäftsführer beim Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron aus Holzminden im Süden Niedersachsens. Damit werde eine gewisse Planungssicherheit geschaffen.





















