Politik

Gesetz gegen LGBTQ-Rechte: Zwei Frauen nach öffentlichen Küssen in Uganda festgenommen | ABC-Z

Die ugandische Polizei hat zwei Frauen festgenommen, die sich in der Öffentlichkeit geküsst haben sollen. Laut einer Polizeisprecherin meldeten Nachbarn sexuelle Aktivitäten der beiden. Es handelt sich um einen der ersten bekannten Fälle von Festnahmen nach dem 2023 in Kraft getretenen Gesetz gegen LGBTQ-Rechte.

Die Frauen wurden am 18. Februar in der Stadt Arua im Nordwesten des Landes festgenommen, nachdem die Polizei informiert worden war, dass sie häufig beim Küssen beobachtet worden seien, hieß es. Die Frauen seien später gegen Kaution freigelassen worden, sagte Polizeisprecherin Josephine Angucia. Eine Anklage sei noch nicht erhoben worden, weil die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien.

Das Gesetz gegen Homosexualität fand in der ugandischen Bevölkerung breite Unterstützung, wurde aber von Menschenrechtsaktivisten und Organisationen im Ausland verurteilt. Seine Befürworter behaupten, damit Kinder schützen zu wollen. Das Gesetz stellt zwar die Identifizierung als homosexuell nicht unter Strafe, sieht aber die Todesstrafe für sogenannte schwere Homosexualität vor. Diese wird definiert als sexuelle Beziehungen zwischen HIV-Infizierten sowie Minderjährigen und anderen schutzbedürftigen Personen.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

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