Kubanischer Grenzschutz erschießt vier Menschen auf US-Schnellboot – „terroristische Absichten“ | ABC-Z

Der kubanische Grenzschutz hat offenbar vier Menschen auf einem Schnellboot erschossen, als es sich der Küste Kubas näherte. Das berichten unter anderem die „BBC“ und die Nachrichtenagentur Reuters. Das kubanische Innenministerium bestätigte den Vorfall. Laut Havanna seien an Bord des in den USA gemeldeten Schnellboots zehn Bewaffnete gewesen, die illegal nach Kuba eindringen wollten und „terroristische Absichten“ gehabt hätten. Bei dem Schusswechsel wurden demnach auch der
Laut einer vom kubanischen Innenministerium veröffentlichten Erklärung, soll der kubanische Grenzschutz am Mittwochmorgen vor Villa Clara ein in Florida registriertes Schnellboot entdeckt haben. Als sich ein Kontrollboot näherte, haben dessen Insassen das Feuer eröffnet und einen kubanischen Kommandanten verletzt. Bei der anschließenden Auseinandersetzung seien vier Menschen auf dem US-Boot getötet und sechs weitere verletzt worden. Die Verletzten seien ärztlich versorgt. „Die zuständigen Behörden führen weiterhin Untersuchungen durch, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären“, heißt es weiter.
„Alle Beteiligten sind in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner. Die meisten von ihnen haben eine bekannte kriminelle und gewalttätige Vergangenheit“, teilte die Regierung des sozialistischen Karibikstaates mit. Ein Verdächtiger sei zudem in Kuba festgenommen worden. Er habe gestanden, aus den USA „entsandt“ worden zu sein, um sich an der terroristischen Operation zu beteiligen. An Bord des Bootes seien Waffen und Sprengkörper gefunden worden.
Floridas Justizminister Uthmeier kündigt Untersuchung an
US-Außenminister Marco Rubio hatte kurz zuvor mitgeteilt, die amerikanische Botschaft in Havanna bemühe sich noch um eigene Informationen zu dem Vorfall und versuche herauszufinden, ob es sich bei den Opfern um US-Bürger oder Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA gehandelt habe.
Der Justizminister von Florida hat unterdessen eine Untersuchung zu dem Vorfall angekündigt. Er habe eine Strafverfolgungsbehörde seines Bundesstaates angewiesen, unter anderem auch mit Partnern auf Bundesebene zusammenzuarbeiten, um eine Untersuchung einzuleiten, teilte der Republikaner James Uthmeier auf X mit.
„Der kubanischen Regierung kann man nicht trauen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Kommunisten zur Rechenschaft zu ziehen“, betonte Floridas Justizminister Uthmeier. Er verlinkte in seinem Post den Beitrag eines republikanischen Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus aus Florida, Carlos A. Gimenez. Dieser warf der Führung der autoritär regierten Karibikinsel vor, ein Boot aus Florida attackiert und Besatzungsmitglieder ermordet zu haben. Er sprach sich dabei auch für ein Ende der kubanischen Regierung aus.
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🚨#SOSCuba ¡La dictadura en #Cuba acaba de atacar un buque de la Florida y ha asesinado a las personas abordo!
The dictatorship in #Cuba has just attacked a boat from Florida & murdered those on board.
This regime must be relegated to the dust bin of history! pic.twitter.com/dBqM9waOMy
— Rep. Carlos A. Gimenez (@RepCarlos) 25. Februar 2026
US-Ölblockade verschärft Wirtschaftskrise in Kuba deutlich
Der Vorfall ereignete sich inmitten verschärfter Spannungen zwischen den USA und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz die Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden lassen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.
Die Ölblockade hat die Wirtschaftskrise in dem kommunistisch regierten Karibikstaat verschärft. Die kubanische Regierung ordnete drastische Energiesparmaßnahmen an, unter anderem wurden der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Am Mittwoch teilte das US-Finanzministerium dann jedoch mit, dass die Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba gelockert würden.
Die in einen tödlichen Schusswechsel mit kubanischen Grenzschützern vor der Küste des Inselstaats verwickelte Besatzung eines Schnellbootes hatte nach Angaben aus Havanna terroristische Absichten. An Bord seien zehn Bewaffnete gewesen, die illegal nach Kuba eindringen wollten, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums. Bei dem Schusswechsel wurden demnach vier Menschen auf dem Boot getötet und sechs weitere verletzt.
„Alle Beteiligten sind in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner. Die meisten von ihnen haben eine bekannte kriminelle und gewalttätige Vergangenheit“, teilte die Regierung des sozialistischen Karibikstaates mit. Ein Verdächtiger sei zudem in Kuba festgenommen worden. Er habe gestanden, aus den USA „entsandt“ worden zu sein, um sich an der terroristischen Operation zu beteiligen. An Bord des Bootes seien Waffen und Sprengkörper gefunden worden.
US-Regierung spricht von eigenen Nachforschungen
US-Außenminister Marco Rubio hatte kurz zuvor mitgeteilt, die amerikanische Botschaft in Havanna bemühe sich noch um eigene Informationen zu dem Vorfall und versuche herauszufinden, ob es sich bei den Opfern um US-Bürger oder Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA gehandelt habe. Der Justizminister des Kuba am nächsten gelegenen US-Bundesstaats Florida, in dem viele Kubaner leben, kündigte eine Untersuchung an.
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Den kubanischen Angaben zufolge wurde bei dem Vorfall nahe Cayo Falcones auch der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots verletzt, dessen Besatzung an dem Schusswechsel beteiligt war. Der Grenzschutz hatte das andere Boot demnach am Mittwochmorgen (Ortszeit) in kubanischen Territorialgewässern entdeckt. Es habe sich bis auf etwa eine Seemeile der Küstenprovinz Villa Clara genähert. Als die Grenzschützer zur Identifizierung näher herangefahren seien, habe die Besatzung des Schnellbootes das Feuer eröffnet.
Das Verhältnis zwischen den USA und Kuba ist seit Jahrzehnten gespannt. Seit der US-Militärintervention in Venezuela Anfang Januar wächst der Druck auf die autoritär regierte Karibikinsel, die in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten steckt. Kuba erhält inzwischen kein Öl mehr vom langjährigen Verbündeten Venezuela, da Trump sämtliche Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat durch Blockade aller Tanker blockieren ließ. Zudem drohte er Kubas Öllieferanten mit Zöllen, woraufhin etwa Mexiko – zuletzt Kubas größter Ölversorger – seine Lieferungen einstellte.
pau/dpa/AFP





















