Branche sieht Zeit der Baurezession vorbei | ABC-Z

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe1 für den Monat Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Umsatzplus von 5,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich für alle Betriebe ein Umsatzplus von preisbereinigt (gerundet) 2,5 Prozent, das ist der erste reale Anstieg seit fünf Jahren. „Damit ist die lange Zeit der Baurezession endlich vorbei“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, zu den Konjunkturindikatoren für den Bau.
Um die Rückgänge der vergangenen Jahre auszugleichen, reiche es allerdings noch nicht, „aber der Anfang ist gemacht“, sagte Oliver Müller. „Wir erwarten, dass sich dies auch im laufenden Jahr fortsetzen wird, wir rechnen auch für 2026 mit einem realen Umsatzplus von 2,5 Prozent. Schließlich haben sich die Auftragsbücher wieder ein wenig gefüllt.“ Demnach hätten die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2025 real um 6,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen, der Auftragsbestand zum Jahresende sogar um 10,2 Prozent.
Die Branche habe im vergangenen Jahr von diversen Großprojekten der Bahn, aber auch im Leitungstiefbau und von den Rechenzentren profitiert, sagte Oliver Müller: „Bis diese Projekte aber umsatzwirksam werden, das dauert. Außerdem profitieren hiervon erst einmal nur wenige Unternehmen, bevor die Aufträge bei einer breiteren Unternehmerschaft ankommen. Aus diesem Grund ist die Stimmung – laut aktuellen Umfragen von Ifo und DIHK – im Branchendurchschnitt auch weiterhin verhalten, trotz insgesamt wieder besserer Auftragslage.“





















