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Rede zur Lage der Nation: Trump beschwört das goldene Zeitalter | ABC-Z

Rede zur Lage der NationTrump beschwört das goldene Zeitalter

Nicht alle wollen bei Trumps Eigenlob zuhören. Etwa 50 Demokraten haben angekündigt, lieber fernzubleiben. (Foto: via REUTERS)

Der US-Präsident tritt vor beide Kammern des Parlaments, um seine Rede zur Lage der Nation zu halten. Die Ansprache beginnt er mit reichlich Eigenlob: Die USA seien größer, besser und wohlhabender als zuvor.

US-Präsident Donald Trump hat seine Rede zur Lage der Nation begonnen und sich gleich zu Anfang überragende Erfolge bescheinigt. “Unsere Nation ist zurück – größer, besser, wohlhabender und stärker als je zuvor. Dies ist das goldene Zeitalter Amerikas”, sagte er in seiner Ansprache vor dem Kongress. “Wir haben eine Transformation erreicht, wie sie noch niemand zuvor gesehen hat, und eine Wende für alle Zeiten.”

Die US-Grenze sei so sicher wie noch nie in der Geschichte des Landes, die Wirtschaft brumme wie nie zuvor, und die Feinde der USA seien verängstigt, sagte Trump unter dem Applaus und “USA-USA”-Rufen seiner Republikaner. Unser Land gewinnt wieder”, sagte Trump weiter. Zum Beleg bat der Präsident das US-Eishockeyteam der Männer in den Saal, das bei den Olympischen Winterspielen in Italien Gold geholt hatte und im Kongress seine Medaillen zeigte. Das US-Frauenteam, das ebenfalls siegreich war, hatte Trumps Einladung dagegen ausgeschlagen.

Protestierender Abgeordneter wird abgeführt

Dutzende demokratische Abgeordnete boykottierten indes die Ansprache und nahmen an Gegenveranstaltungen teil. Der demokratische US-Abgeordnete Al Green wurde aus dem Saal geführt, nachdem er ein Schild mit der Aufschrift “schwarze Menschen sind keine Affen” hochgehalten hatte. Trump hatte kürzlich auf Truth Social ein Video geteilt, in dem der frühere demokratische Präsident Barack und dessen Ehefrau Michelle Obama als Affen dargestellt waren – ein klassischer rassistischer Topos.

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Al Green musste den Saal verlassen. (Foto: REUTERS)

Vertreter der Opposition hatten der US-Regierung zuvor ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. Der Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, erklärte, die Realität unter “Trump 2.0” lasse sich mit drei Wörtern zusammenfassen: “Kosten, Chaos, Korruption”. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, warf Trump vor, die Zwischenwahlen im Herbst sabotieren zu wollen, die für Trump ein wichtiger Stimmungstest sind. Der Präsident wisse, “dass er eine Klatsche bekommen wird, dass er bei diesen Zwischenwahlen zermalmt werden wird”, sagte Newsom bei der Vorstellung seiner Memoiren in New York. Laut einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos sind nur 40 Prozent der Amerikaner mit Trumps Arbeit zufrieden.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Oberste Gerichtshof seine weitreichenden globalen Zölle für ungültig erklärt. Zudem verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum, während die Inflation zunahm. Teile der Regierung sind wegen eines Streits über Trumps Einwanderungspolitik lahmgelegt. Zudem ist es ihm bislang nicht gelungen, sein Wahlversprechen einzulösen, den Krieg in der Ukraine binnen 24 Stunden zu beenden. In seiner Rede versuchte Trump, den wirtschaftlichen Sorgen der Wähler mit einer Erfolgsbotschaft zu begegnen. Er machte die Demokraten für die hohen Preise verantwortlich und erklärte, die Inflation sei inzwischen “stark rückläufig”, obwohl die Kosten für Lebensmittel, Wohnen und Versicherungen für viele Amerikaner hoch bleiben.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa/rts

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