Wirtschaft

Fußball-WM 2026: FIFA äußert sich zur Lage in Mexiko nach El-Mencho-Tötung | ABC-Z

Trotz der Eskalation der Gewalt in Mexiko mit bisher mindestens 74 Toten hofft der Fußball-Weltverband FIFA rund 100 Tage vor dem Beginn der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) auf eine Beruhigung der Lage im Land des Ko-Gastgebers. „Bei der FIFA in Mexiko beobachten wir die Lage in Jalisco sehr genau und stehen in ständigem Austausch mit den Behörden“, teilte die FIFA mit Blick auf den besonders betroffenen Bundesstaat mit dem WM-Spielort Guadalajara mit.

„Wir werden den Maßnahmen und Anweisungen der verschiedenen Regierungsstellen weiterhin folgen, die darauf abzielen, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und die Normalität wiederherzustellen – und wir bekräftigen unsere enge Zusammenarbeit mit den Behörden auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene“, ließ die FIFA weiter wissen.

DFB: „kriegsähnliche Situation“

„Es bleibt zu hoffen, dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt“, sagte unterdessen DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig in der Augsburger Allgemeinen: „Meine Gedanken sind bei allen Mexikanerinnen und Mexikanern, die unter den Unruhen leiden.“ Auf die Frage, ob er Vorfreude auf die Endrunde verspüre, antwortete Rettig: „Wenn ich ehrlich bin, aktuell nicht.“

Die Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes durch die Armee hat in weiten Teilen Mexikos eine Welle der Gewalt ausgelöst. Seine Anhänger errichten in mehreren Bundesstaaten Straßensperren und griffen Geschäfte und Banken an. Mittlerweile hat die Regierung 10.000 Soldaten entsandt, um der Lage Herr zu werden. In Mexiko sollen 13 WM-Partien stattfinden, vier davon in Guadalajara, darunter das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay. Zudem wollen mehrere Teams ihr Quartier in Mexiko aufschlagen, etwa Kolumbien und Südkorea.

Angesichts der massiven Gewaltwelle forderte der Tourismuskoordinator der deutschen Bundesregierung den Fußball-Weltverband zum Handeln auf. „Die FIFA muss in Zusammenarbeit mit den Regierungen Kanadas, der USA und Mexikos sicherstellen, dass Fans nicht gefährdet und die Sicherheitsvorgaben durch die Gastgeberländer eingehalten werden“, sagte Christoph Ploß (CDU) dem „Handelsblatt“. Ploß betonte, dass der Schutz deutscher Touristen für die Bundesregierung eine „sehr hohe Priorität“ habe.

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