Hackerangriff auf RTL Group: Keine Kundendaten erbeutet | ABC-Z

Die RTL Group gibt zu dem Hackerangriff, bei dem Daten von 27.000 Mitarbeitern erbeutet worden sind, ein Stück weit Entwarnung. „Daten von Endkunden und Geschäftspartnern, Zuschauern sind nicht betroffen von dem Data-Leak“, teilte der Medienunternehmen auf Anfrage der F.A.Z. mit. Zu den Mitarbeiterdaten, die gestohlen wurden, lasse sich sagen, dass „keine Passwörter oder Daten aus individuellen Microsoft-Konten extrahiert” wurden.
Das litauische Sicherheitsunternehmen „Cybernews” hatte von dem Leck berichtet. Hacker hätten bei der RTL Group „vollständige Namen, geschäftliche E-Mail-Adressen, physische Büroadressen, Berufsbezeichnungen und in einigen Fällen private Telefonnummern“ erbeutet.
Das in Luxemburg ansässige Medienunternehmen, zu dem unter anderem die deutsche RTL-Gruppe, der französische Sender M6 und die in London ansässige Produktionsfirma Freemantle gehören, hatte den Hack bestätigt. Welche Gefahren damit verbunden sein könnten, zählte „Cybernews“ auf: Angreifer könnten die Daten „für Social-Engineering-Attacken nutzen, sich als Kollegen ausgeben, um weitere persönliche Daten zu erlangen oder Schadsoftware zu verbreiten.“
Zudem könnten „feindliche Akteure, von Regierungen bis zu nichtstaatlichen Gruppen“, „gezielt die Geräte von Journalisten angreifen, insbesondere von investigativen Reportern, die zu sensiblen Themen wie Korruption oder organisierter Kriminalität recherchieren“. Im Darknet werden die erbeuteten Daten dem Vernehmen nach zum Ramschpreis von 20 Euro angeboten.





















