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Berlinale: Deutscher Film “Gelbe Briefe” gewinnt Goldenen Bären | ABC-Z


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Stand: 21.02.2026 • 20:28 Uhr

Der Film “Gelbe Briefe” ist auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet worden. İlker Çatak ist damit der erste deutsche Regisseur seit mehr als 20 Jahren, dessen Film die erhält. Auch Schauspielerin Hüller wurde geehrt.

Das Politdrama “Gelbe Briefe” des Berliner Regisseurs İlker Çatak hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Das gaben die Veranstalter bekannt. Damit hat erstmals seit mehr als 20 Jahren der Film eines deutschen Regisseurs die wichtigste Auszeichnung des Filmfestivals erhalten. 2004 hatte “Gegen die Wand” von Fatih Akin den Goldenen Bären gewonnen.

Regisseur und Drehbuchmitautor Çatak (“Das Lehrerzimmer”) erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares aus der Theaterwelt in Ankara. Die politische Meinung des Paares führt zum Berufsverlust und finanziellen Problemen.

Sandra Hüller als beste Hauptdarstellerin geehrt

Auch der Preis für die beste Schauspielerin ging nach Deutschland: Sandra Hüller wurde mit dem Silbernen Bären für ihre Rolle im Drama “Rose” ausgezeichnet. Die 47-Jährige verkörpert darin eine Frau, die sich im 17. Jahrhundert in einem kleinen, abgelegenen Dorf als Mann ausgibt. Die Thüringerin gewann bereits 2006 den Silbernen Bären als beste Darstellerin für ihre Rolle in dem Drama “Requiem”.

Den Großen Preis der Jury erhielt die Tragödie “Kurtuluş” des türkischen Regisseurs Emin Alper. Stilistisch an einen Western erinnernd, handelt der Film vom mörderischen Kampf zweier Dorfgemeinschaften gegeneinander.

Syrisch-palästinensischer Regisseur gewinnt Debüt-Preis

Das Demenzdrama “Queen at Sea” des Amerikaners Lance Hammer wurde mit zwei Preisen ausgezeichnet. Der Film erhielt den Preis der Jury. Zudem gewannen die Briten Anna Calder-Marshall und Tom Courtenay einen Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle.

Der Regie-Preis ging an den Briten Grant Gee für das Jazzmusiker-Porträt “Everybody Digs Bill Evans”. Die Kanadierin Geneviève Dulude-de Celles bekam einen Silbernen Bären für das Drehbuch des Spielfilms “Nina Roza”. Für eine herausragende künstlerische Leistung wurde der Film “Yo (Love is a Rebellious Bird)” der US-Amerikaner Anna Fitch und Banker White geehrt.

Das Drama “Chronicles From the Siege” des syrisch-palästinensischen Filmemachers Abdallah Alkhatib wurde bei der Berlinale als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet.

Die Berlinale ist das wichtigste Filmfestival in Deutschland und eines der bedeutendsten weltweit. Bei der 76. Ausgabe konkurrierten 22 Filme im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären.

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