Gesundheit

982 Masernfälle seit Anfang 2026 in den USA erfasst |ABC-Z

Es ist eine alarmierende Entwicklung: Die Zahl der Maserninfektionen in den USA ist seit Anfang des Jahres auf 982 gestiegen, wie aus Informationen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. 2025 wurden im gesamten Jahr landesweit insgesamt 2.281 Fälle gemeldet – der höchste Stand seit Jahrzehnten.

Von den nun seit Jahresbeginn gezählten Fällen waren die Erkrankten zu 94 Prozent entweder nicht geimpft oder der Impfstatus gilt als unbekannt. Am stärksten betroffen ist mit 632 gemeldeten Infektionen der US-Bundesstaat South Carolina. 

Mehrere Länder, die Masern laut WHO besiegt hatten, haben den WHO-Staus „frei von Masern“ nach großen Ausbrüchen wieder verloren, darunter Spanien, Großbritannien und Österreich. Deutschland galt nicht als masernfrei.

Robert F. Kennedy Jr. hatte Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert

Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten, danach hatte es jedoch sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche gegeben. Auch die USA könnten ihren WHO-Status als masernfrei verlieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung. Laut CDC ist die Impfquote seit 2019 in Kindergärten nicht mehr erreicht worden, und jedes Jahr seither gefallen.

Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte lange Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gegen Masern geäußert, bevor er angesichts der Entwicklung eine Impfung als wirksamste Methode zur Eindämmung der Verbreitung nannte.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Nach WHO-Angaben steckt im Durchschnitt eine infizierte Person bis zu 18 nicht geimpfte Menschen an. Masern könne schwere Folgen haben, etwa Entzündungen des Gehirns mit Schädigung von Nervenzellen, und die Krankheit kann tödlich enden.

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