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Drohnen oder Marschflugkörper?: Angeblich russisches Raketenwerk weit im Hinterland angegriffen | ABC-Z

Drohnen oder Marschflugkörper?Angeblich russisches Raketenwerk weit im Hinterland angegriffen

Berichten zufolge setzte die Ukraine einen Flamingo-Marschflugkörper ein. (Foto: dpa)

Die russische Region Udmurtien ist ein Zentrum der Rüstungsindustrie. Die Behörden dort bestätigen einen ukrainischen Angriff – und Verletzte. Angeblich wurde eine Waffenfabrik getroffen.

Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit.

Laut nicht überprüfbaren Berichten in sozialen Netzwerken wurde ein für die Herstellung von Raketen der Typen Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk getroffen. Der inoffizielle russische Telegram-Kanal SHOT meldete, Anwohner in Wotkinsk hätten mindestens drei Explosionen und das Summen von Drohnen gehört. SHOT berichtet oft unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden. Demnach soll eine Fabrik zur Herstellung von Raketentriebwerken Ziel gewesen sein. Eine amtliche Bestätigung dafür gab es nicht.

Republikchef spricht von Schäden und Verletzten

Zuvor hatte der Chef der Republik Udmurtien, Alexander Bretschalow, berichtet, dass ein Objekt mit Drohnen angegriffen worden sei. Er sprach von Schäden und Verletzten. Details nannte er nicht – auch nicht den genauen Ort. Bretschalow forderte die Bewohner in der von dem Angriff betroffenen Region auf, nicht in Panik zu verfallen und keine unbestätigten Informationen zu verbreiten. Der Flughafen in Ischewsk sowie weitere in benachbarten Regionen setzten den Betrieb aus, wie die zivile Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte.

Laut Medien in Kiew sollen nicht Drohnen, sondern ein Marschflugkörper des Typs Flamingo für den Angriff eingesetzt worden sein. Dafür gab es ebenfalls keine offizielle Bestätigung. Hingewiesen wurde aber in Kommentaren auch darauf, dass das Ziel 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege – und der Angriff ein weiterer Beweis dafür sei, dass Kiew die Fähigkeiten für folgenreiche Gegenschläge tief im russischen Hinterland habe.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. An diesem Dienstag ist der Jahrestag des Beginns der Invasion, die in ihr fünftes Jahr geht.

Quelle: ntv.de, sba/dpa/rts

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