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Micky Maus Magazin: Olympische Winterspiele zu Gast in Entenhausen | ABC-Z

Der perfekte Ort für Olympische Winterspiele? Das ist nicht Norditalien, wo sich die Athleten seit zwei Wochen auf eine Stadt und einige Bergdörfer verteilen, die mehrere Autostunden voneinander entfernt liegen. Und wo sich, sobald die Wettkämpfe vorüber sind, Fuchs und Hase buona notte sagen.

Auch die französischen Alpen werden in vier Jahren nicht die perfekte Austragungsstätte sein, weil die Athleten dort ähnlich über Berge und Täler verstreut sein werden und der olympische Geist abermals hin und her gerissen sein wird.

Der ideale Ort für Winterspiele, an dem die Wettkämpfe verschiedener Sportarten zur gleichen Zeit ausgetragen werden können, muss nicht erfunden werden. Er wurde es nämlich schon, von den Machern des aktuellen „Micky Maus Magazins“: Willkommen im olympischen Wintersportzentrum Entenhausen!

Medaillen für AIN werden im Medaillenspiegel nicht aufgeführt. Aufgrund der Dopingmanipulationen, eines in manchen Ländern nicht oder nur unzureichend existierenden Kontrollsystems und der teilweise bislang nicht nachweisbaren verbotenen Substanzen übernimmt die Redaktion keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Eingefrorene Proben dürfen zehn Jahre lang nachkontrolliert werden. Mit dem endgültigen Ergebnis ist erst nach Ablauf der Verjährungsfrist 2036 zu rechnen.

In der Phantasiewelt, wo die Enten hausen, ist alles möglich: Curling auf dem Bürgersteig, Ski-Freestyle mitten im Bankenviertel, Bobrennen nur zehn Minuten entfernt auf dem Fuchshügel, Skilanglauf neben der Landstraße ins nahegelegene Gansbach. Mittendrin lebt Donald Duck seinen olympischen Traum: Dabei sein ist alles für ihn.

Wie ein gefiederter Tausendsassa (oder Tollpatsch, je nach Umständen) kommt Donald im Magazin nicht nur „duckifizierten“ Wintersportlern ganz nahe, beispielsweise der schwedischen Skilangläuferin „Ebba Quackersson“ alias Ebba Andersson oder dem norwegischen Skiakrobaten Dirk Duud (der in Wirklichkeit Birk Ruud heißt). Sondern er findet sich unversehens auch in einem Gefährt wieder, das ihn überfordert.

Doch Rettung naht von Lochner und Friedrich

Anfangs macht sich Donald noch lustig über „Erwachsene Männer im Schlitten … und das nennt sich dann Sport! Da lachen ja die Hühner!“ Der eingebildeten Ente vergeht das Lachen ziemlich schnell. Mit 150 Sachen und ohne Helm auf dem Kopf und Ahnung vom Bremshebel rast Donald unfreiwillig in einem Bob die Natureisbahn hinab und bekommt mächtig Muffensausen.

Doch Rettung naht, in Person der beiden besten Piloten der olympischen Gegenwart: Johannes Lochner und Francesco Friedrich, die vor ein paar Tagen Gold und Silber im Zweierbob gewonnen haben und sich am Wochenende im Viererbob vermutlich die letzten heißen Läufe liefern werden, wissen, wie ein allzu flotter Ganter im Eiskanal von Entenhausen aufzuhalten ist.

Als Comichelden heißen die beiden „duckifizierten“ Deutschen Dochner und Federrich und sind nicht nur Rivalen, sondern auch Freunde, die an einem Strang ziehen. Es sei ihm eine Ehre, einen Comic zu bekommen, „gerade weil Bobfahren eigentlich eher eine Randsportart ist“, sagt der Zweierbob-Olympiasieger Lochner im Interview mit dem alle zwei Wochen erscheinendem Micky Maus Magazin.

Wenn in Wirklichkeit alles gut geht und der Berchtesgadener Lochner seine Karriere am Sonntag mit der zweiten Goldmedaille beendet, käme es wie im Comic zur Happy-Ente.

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