Exporte und Importe: China ist erneut wichtigster Handelspartner von Deutschland – Wirtschaft | ABC-Z

China hat die USA im vergangenen Jahr als wichtigsten deutschen Handelspartner abgelöst. Der Außenhandelsumsatz mit der Volksrepublik – die Summe von Exporten und Importen – wuchs laut Statistischem Bundesamt um gut zwei Prozent auf 251,8 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen mit den USA schrumpfte dagegen um fünf Prozent auf 240,5 Milliarden Euro.
China war bereits von 2016 bis 2023 Deutschlands Handelspartner Nummer eins, wurde aber 2024 durch die Vereinigten Staaten vom ersten Platz verdrängt. „Die aktuellen Handelsdaten spiegeln die geoökonomischen Verschiebungen wider, unter denen die deutsche Industrie zunehmend leidet“, sagte Sebastian
Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK).
Trotz der von US-Präsident Donald Trump durchgesetzten hohen Zölle sind die USA der wichtigste Abnehmer deutscher Exportwaren geblieben. Die Ausfuhren in die Vereinigten
Staaten brachen aber um gut neun Prozent auf gut 146 Milliarden Euro ein. Seit August vergangenen Jahres gelten für die meisten deutschen Waren US-Zölle von 15 Prozent – ein Vielfaches des früheren Satzes. Auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte folgten erneut Frankreich mit mehr als 117 Milliarden Euro (+2,0 Prozent) und die Niederlande mit knapp 113 Milliarden Euro (+2,9 Prozent).
Bereits seit 2015 ist China für Deutschland das wichtigste Land bei den Importen, vergangenes Jahr betrug der Wert aller eingeführten Waren knapp 171 Milliarden Euro. Das waren 8,8 Prozent mehr als 2024. Den höchsten Anteil an den aus China importierten Waren hatten Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von knapp 51 Milliarden Euro, gefolgt von elektrischen Ausrüstungen im Wert von knapp 33 Milliarden Euro und Maschinen im Wert von knapp 14 Milliarden Euro.
„Höhere Handelsschranken für chinesische Lieferungen in die USA bedeuten, dass diese Waren nach Europa umgeleitet werden“, sagt Dullien. Das schlage sich auch in gestiegenen deutschen Importen aus China nieder und erhöhe den Konkurrenzdruck für deutsche Unternehmen im Heimatmarkt. Demgegenüber standen Exporte nach China im Wert von gut 81 Milliarden Euro – das waren 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. China stellt inzwischen viele Produkte wie etwa Autos selbst her, die früher aus Deutschland eingeführt wurden. In der Rangfolge der Abnehmer deutscher Exporte liegt die Volksrepublik nur noch auf Rang sechs.





















